Mit saudischen Millionen zum Titel: Wen holt Newcastle?

Mit Hilfe saudi-arabischer Millionen will Newcastle United zum Titelkandidaten in der Premier League aufsteigen. Wer zukünftig das sportliche Gesicht der Magpies sein wird, ist aber noch unklar. FT verschafft einen Überblick über die aktuellen Gerüchte.

Newcastle United hat hohe Ziele
Newcastle United hat hohe Ziele ©Maxppp

Seit der Übernahme durch ein saudi-arabisches Konsortium ist Newcastle United in den Fokus der Fußball-Welt gerückt. Kein Wunder, schließlich steckt allein hinter dem hauptverantwortlichen Public Investment Fund (PIF) ein saudischer Staatsfonds mit einem Volumen von über 300 Milliarden US-Dollar unter der Führung des saudischen Kronprinzen Mohamed bin Salman.

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Neben der Konfrontation mit moralischen Fragen bedeutet das für die Magpies vor allem eines: Geld. Und zwar so viel davon, dass Amanda Staveley, Geschäftsführerin der Investment-Firma PCP Capital Partners, die nun zehn Prozent der Klubanteile hält, bereits kurz nach der Übernahme in die Offensive ging. „Was Titel angeht, haben wir natürlich die gleichen Ambitionen wie PSG und Manchester City“, sagte sie gegenüber der ‚Times‘.

Dabei ist noch völlig unklar, wie die Mannschaft der Zukunft aussehen soll. Denn noch fehlt es den neureichen Magpies an Schlüsselpersonal auf allen Ebenen. An potenziellen Kandidaten mangelt es dem Premier League-Klub nicht, denn die Gerüchteküche kocht nach der saudischen Übernahme förmlich über. FT verschafft einen Überblick.

Sportdirektor

Wer eine starke Mannschaft will, braucht jemanden, der diese Mannschaft zusammenstellt. Das scheint auch der NUFC zu wissen, der nach einem neuen Geschäftsführer und Sportchef Ausschau hält. Laut der ‚Times‘ ist Ralf Rangnick (60) ein möglicher und durchaus vielversprechender Kandidat.

Doch der ehemalige RB-Häuptling steht zurzeit bei Lokomotiv Moskau unter Vertrag, weshalb sich Newcastle nach Alternativen umschaut. Wie FT aus Frankreich erfahren hat, besteht auch Kontakt zu Antero Henrique (53), der zwischen 2017 und 2019 für Paris St. Germain als Sportdirektor tätig war.

Trainer

Auf dem Trainermarkt ist die Lage undurchsichtig. Zahlreiche Übungsleiter wurden in den vergangenen Tagen mit Newcastle in Verbindung gebracht. Unter ihnen sind Kandidaten wie Brendan Rodgers (48, Leicester City), Graham Potter (46, Brighton & Hove Albion) und Steven Gerrard (41, Glasgow Rangers), die alle aber noch bei anderen Klubs unter Vertrag stehen sowie die vereinslosen Antonio Conte (52), Paulo Fonseca (48) und Lucien Favre (63).

Viele Namen für einen Trainerstuhl, der aktuell sogar noch besetzt ist. Doch die Entlassung von Steve Bruce, der seit 2019 für die Magpies tätig ist, scheint bereits beschlossene Sache. „Ich bin nicht dumm und weiß, was passieren kann, wenn neue Besitzer einen Klub übernehmen“, erklärte der 60-Jährige zuletzt.

Spieler

Umgerechnet rund 220 Millionen Euro stehen dem neureichen Scheichklub laut dem ‚Telegraph‘ allein für das Winter-Transferfenster zur Verfügung – dabei ist der eigentliche Transfer-Großangriff erst für den Sommer zu erwarten. Der aktuell Tabellen-19. muss im Januar zumindest so viel Verstärkung verpflichten, dass der Klassenerhalt gesichert ist.

Die Liste potenzieller Neuzugänge ist lang, kaum ein Tag vergeht ohne ein neues Transfergerücht. Mit Jesse Lingard (28), Anthony Martial (25), Eric Bailly (27) und Donny van de Beek (24) brachten englische Medien jüngst allein vier Spieler von Manchester United mit Newcastle in Verbindung.

Für die Offensive wurden Philippe Coutinho (29) vom FC Barcelona und Mauro Icardi (28) von Paris St. Germain am St. James’ Park gehandelt. Kandidaten für die Defensive sollen James Tarkowski (28) vom FC Burnley und Kalidou Koulibaly (30) von der SSC Neapel sein.

Die katalanische ‚Sport‘ bringt am heutigen Dienstag zudem Clément Lenglet mit den Magpies in Verbindung. Der 26-jährige Barça-Verteidiger sei eine potenzielle Neuverpflichtung für den Winter, Matthijs de Ligt (22) von Juventus Turin für den Sommer. ‚RMC‘ nennt darüber hinaus Wesley Fofana (20) von Leicester City.

In welche Sphären Newcastle letztlich wirklich vorstoßen wird, bleibt abzuwarten. Die finanzielle Grundlage, auch absurd teure Transfers zu tätigen, ist jedoch gegeben.

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