Eintracht: Castro-Klub droht mit Klage

Eigentlich waren sich alle Beteiligten über einen Transfer von Nicolás Castro zu Eintracht Frankfurt einig. Nun droht der Klub des offensiven Mittelfeldspielers mit rechtlichen Schritten.

Nicolás Castro vor dem Eintracht-Stadion
Nicolás Castro vor dem Eintracht-Stadion ©Maxppp

Eintracht Frankfurt droht juristischer Ärger aus Südamerika. Der argentinische Traditionsverein Newell's Old Boys erwägt, rechtliche Schritte gegen den Bundesligisten einzuleiten. Hintergrund ist der – zumindest bislang – nicht zustande gekommene Transfer von Nicolás Castro (21).

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Vereinspräsident Ignacio Astore echauffiert sich öffentlich über das Gebaren der Hessen. „Wir sind etwas überrascht, denn Frankfurt hat Newell's vor rund 25 Tagen ein formelles Angebot gemacht und Newell's hat 72 Stunden vor Ablauf des Angebots geantwortet und den Betrag für den Spieler akzeptiert“, wird Astore in argentinischen Medien zitiert.

Der Klubboss weiter: „Dann schickten wir ihnen eine E-Mail, um Dokumente auszutauschen und zu sehen, wann sie Nico in Deutschland haben wollten. Wir haben bis heute noch keine Antwort erhalten, aber sie haben bis zum 1. Juli Zeit, den Deal abzuschließen.“

„Haben rechtlichen Rat eingeholt“

Ob es dazu kommt, ist allerdings fraglich: Erst vor wenigen Tagen verstärkte sich Frankfurt auf der Castro-Position im offensiven Mittelfeld mit Mario Götze (30). Der argentinische Journalist César Luis Merlo berichtet, dass ein Transfer zur Eintracht vom Tisch ist – Newell’s werde die SGE auf Schadensersatz verklagen.

Astore deutlich: „Heute erhielt ich einen Anruf von den Leuten, die Nico in Deutschland verwalten, und sie baten um weitere 72 Stunden. Wenn der Deal nicht zustande kommt, werden wir rechtliche Schritte […] einleiten und die FIFA wird darüber entscheiden, wir haben bereits rechtlichen Rat eingeholt.“

Zwei weitere Angebote für Castro habe der Erstligist abgelehnt, weil man von einem Verkauf nach Frankfurt ausging. Auch deshalb stand der Spieler die vergangenen drei Partien nicht mehr im Kader der Old Boys. Ein Ende des Transfertheaters ist noch nicht in Sicht.

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