Die Weltmeisterschaft in Brasilien sollte Fernando Gaibor als Laufsteg dienen, um sich den großen Klubs aus Europa zu präsentieren. Obwohl das 22-jährige Mittelfeld-Juwel bisher auf lediglich zwei Länderspiele kommt, war er im Kader von Ecuadors Nationaltrainer Reinaldo Rueda fest eingeplant. Eine Sprunggelenksverletzung machte im Frühjahr aber alle Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme zunichte. Ein Wechsel nach Europa steht nun offenbar aber dennoch kurz bevor.

Wie die ‚Gazzetta dello Sport‘ berichtet. hat der AC Florenz den Mittelfeldspieler, der noch bis 2017 an seinen Jugendklub CS Emelec gebunden ist, ins Visier genommen. Laut der italienischen Sporttageszeitung rüstet sich die ‚Fiorentina‘ für einen Weggang von Superstar Juan Cuadrado und plant mit Gaibor als Nachfolger.

Die Rechnung hat Florenz aber offenbar ohne Borussia Dortmund gemacht. Demnach steht der BVB schon seit längerem mit dem Mittelfeld-Strategen in Kontakt und ist bei einem Wechsel in der Pole Position.

Spielweise erinnert an Gündogan

Als direkter Cuadrado-Nachfolger eignet sich der Nationalspieler wohl ohnehin nicht. Die Spielweise des 22-Jährigen erinnert vielmehr an den Dortmunder langzeitverletzten Ilkay Gündogan. Wie der deutsche Nationalspieler glänzt Gaibor in der Mittelfeld-Zentrale als Stratege und baut das Spiel auf. Der Youngster wird bei Emelec von seinen Mitspielern immer als erste Anspielstation gesucht. Mit seinen millimetergenauen Diagonalbällen und messerscharfen Außenrist-Pässen kann der Zehner eine ganze Defensive aushebeln.

Kein Wunder, dass der BVB ein solch hoffnungsvolles Talent auf dem Zettel hat. Die Mittelfeld-Zentrale beim deutschen Vizemeister ist mit den Routiniers Sebastian Kehl und Oliver Kirch, Eigengewächs Nuri Sahin sowie Sven Bender, Milos Jojic und, wenn er wieder genesen ist, Ilkay Gündogan zwar erstklassig besetzt. Ein Talent wie Gaibor wollen sich die ‚Schwarz-Gelben‘ aber wohl dennoch nicht durch die Lappen gehen lassen.