Schon nach der schwachen Leistung im Hinspiel gegen Inter Mailand (0:2) hatte Michael Zorc betont, dass „keine Trainerdiskussion“ geführt wird. Im Anschluss an die Bayern-Klatsche wollte der Kaderplaner den Cheftrainer bei seinen Kritik-Tiraden „komplett rausnehmen“. Hinter den Kulissen wachsen aber offenbar die Zweifel am Schweizer.

Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, spielt Favre bis zum Winter auf Bewährung. An Weihnachten soll dann das Zeugnis verteilt werden. In die Zensuren fließen dabei nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem das Auftreten der Mannschaft mit ein.

Favre zu weich

Laut der Sportzeitung ist der Hauptkritikpunkt, dass der Akribiker zwar fachlich unumstritten, gegenüber seinen Spielern aber zu weich sei. Es wird zwar honoriert, dass Favre mit seiner besonnenen und freundlichen Art von den Spielern geschätzt wird, ihnen aber nicht die nötige Härte für den Titelkampf einimpfen kann.

Wenn es Favre bis Weihnachten nicht schafft, dem Team neue Impulse zu geben, könnte nach dem letzten Hinrunden-Spieltag die Trennung erfolgen. Eine Trainerentlassung zu einem vorherigen Zeitpunkt, wie sie 2017 Anfang Dezember Peter Bosz ereilt hatte, komme für die Verantwortlichen nicht infrage. Sollte man sich zu diesem Schritt entscheiden, soll der neue Trainer eine härterer Gangart anschlagen und möglichst unbelastet in die Winter-Vorbereitung starten.