Julian Weigl will Borussia Dortmund im Sommer offenbar verlassen. Wie die ‚Bild‘ berichtet, will der 23-Jährige „nach Saisonende die Biege machen“. Hintergrund sind seine unregelmäßigen Einsatzzeiten unter Lucien Favre.

Auf seiner etatmäßigen Position als spielmachendem Sechser hat ihm Sommerneuzugang Axel Witsel deutlich den Rang abgelaufen. Weigl bekam in der Hinrunde entsprechend kaum Einsatzminuten.

Stark in ungewohnter Rolle

Erst nach einer Umschulung zum Aushilfsinnenverteidiger blühte der fünfmalige Nationalspieler wieder auf. Nach der Genesung von Abwehrchef Manuel Akanji wanderte Weigl trotzdem wieder auf die Bank.

Beim Spitzenspiel in München (0:5) am Samstag wurde der Rechtsfuß zur Pause für den überforderten Teenager Dan-Axel Zagadou eingewechselt. Seine Nichtnominierung für die Startelf stank Weigl mit Sicherheit gewaltig.

Reunion mit Tuchel?

Im Sommer könnte er deshalb einen Neuanfang wagen. Erster Ansprechpartner wäre dann mit Sicherheit Paris St. Germain. Dort ist mit Thomas Tuchel Weigls großer Förderer aus gemeinsamen Dortmunder Tagen tätig.

Schon im Winter wollte Tuchel seinen ehemaligen Schützling unbedingt – der BVB schloss jedoch die Tür. Weigl sagte anschließend: „Es war schwer, wenn man so eine Chance in Aussicht hat und die Hinrunde für mich ja auch sehr unbefriedigend lief.“

Andere Vorzeichen im Sommer?

Dennoch entschied er, sich der Entscheidung des Klubs zu beugen. Im Sommer könnten die Vorzeichen jedoch andere sein. Schließlich hätte der BVB die Möglichkeit, adäquaten Ersatz zu holen und könnte obendrein eine schicke Ablöse kassieren.

Heißes ThemaFT-Meinung: Weigl, der vor nicht allzu langer Zeit noch als Deutschlands größtes Mittelfeldtalent galt, muss aufpassen, in seiner Entwicklung nicht zu stagnieren. Dass ihn dahingehend eine Reunion mit Tuchel bei einem Topklub wie PSG reizt, ist logisch. „Dass ich unter Thomas Tuchel gut funktionieren kann, ist kein Geheimnis“, sagte Weigl Ende Januar. Das Thema wird im Sommer wieder auf den Tisch kommen.