Beim FC Bayern laufen einmal mehr die Verträge von Franck Ribéry (35) und Arjen Robben (34) aus. Dass die Flügelzange in ein weiteres Jahr beim Rekordmeister geht, ist derzeit unwahrscheinlich. Die ‚Sport Bild‘ gibt an zu wissen, welche sieben Spieler auf der Einkaufsliste der Münchner stehen.

Demnach kommen drei Kandidaten für die Robbery-Nachfolge aus der Bundesliga. Bei Christian Pulisic (20) wolle der FCB mitbieten, falls Borussia Dortmund seinen nur noch bis 2020 gebunden Sprinter auf den Markt werfen sollte. Zudem haben die Bayern-Bosse wohl schon im Sommer bei Bayer Leverkusen wegen Leon Bailey (21) vorgefühlt.

Kovacs Favorit

Damals gab es eine Absage. In der laufenden Saison kommt der Jamaikaner nur schwer in Tritt und ist deshalb „auf der FCB-Transferliste etwas weiter nach hinten gerückt“, so die ‚Sport Bild‘. Favorit von Trainer Niko Kovac wäre demnach dessen kroatischer Landsmann Ante Rebic von Eintracht Frankfurt. Der Vizeweltmeister verlängerte unlängst bis 2022, schloss einen Wechsel im Sommer kürzlich aber nicht aus.

Zwei weitere Flügelkandidaten kommen derweil aus der Ligue 1, wohin der französische Chefscout Laurent Busser (der übrigens auch Bailey entdeckte) beste Kontakte pflegt. Der Name Nicolas Pepé (23) wurde zuletzt offenbar „an der Säbener Straße häufiger viel diskutiert“. Der Mann von OSC Lille ist einer der begehrtesten Spieler der Liga. Sein Vertrag ist noch bis 2022 datiert.

Der neue Ribéry?

Auch Florian Thauvin ist in Topform. Der 25-Jährige ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel von Olympique Marseille. Nun steht er dem Bericht zufolge „im Bayern-Fokus“. Interessant: Schon Franck Ribéry kam 2007 aus Marseille nach München und prägte im Anschluss eine Ära. Thauvin wurde im Sommer mit Frankreich Weltmeister, kam aber nur eine Minute zum Einsatz.

Nicht im Kader der Équipe Tricolore stand dagegen Anthony Martial. Der 22-Jährige hat bei Manchester United keinen leichten Stand. Und auch in der Chefetage der Bayern soll Uneinigkeit über die Leistungsfähigkeit der Offensivmannes herrschen. Dennoch ist Martial quasi zwangsläufig interessant: Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Allerdings besitzt United eine Option zur einjährigen Verlängerung mit dem einstigen 60-Millionen-Mann.

Ebenfalls im Visier: Landsmann Nabil Fekir. Den 25-jährigen Offensivstar von Olympique Lyon beobachtete Bayern-Scouts Laurent Busser beim 2:2 der Franzosen Anfang Oktober gegen Shakhtar Donetsk.

Auch de Jong ein Thema?

Einziger Nicht-Flügelspieler auf der Einkaufsliste ist offenbar Frenkie de Jong von Ajax Amsterdam. Mit seinen 21 Jahren füllt der Niederländer die Spielmacherrolle bereits derart gut aus, dass neben Real Madrid insbesondere der FC Barcelona die Fühler ausstreckt. Im Mittelfeld sind die Bayern aber eigentlich breit genug aufgestellt. Die Priorität für den Sommer liegt klar auf den Flügeln.

AufgewärmtFT-Meinung: Der FC Bayern muss im Sommer seine offensiven Außenbahnen verjüngen. Mit Kingsley Coman, Serge Gnabry und Alphonso Davies hat man bereits vorgesorgt. Ein echter Statement-Transfer fehlt allerdings noch. Auf wen es schlussendlich dabei hinauslaufen wird, ist zurzeit noch völlig unklar. Auch der Bericht der ‚Sport Bild‘ ist eher schwammig. Die genannten Namen wurden allesamt schon zuvor mit den Bayern in Verbindung gebracht.