Einen kampfstarken Sechser mit Antreiberqualitäten und einen schnellen Flügelstürmer als Ersatz für den abgewanderten Leroy Sané hat sich Christian Heidel für die verbliebenen zwei Transfermarkt-Wochen auf den Plan geschrieben. Als nächster Neuzugang zeichnet sich nun Diego Rolán ab. Ein pfeilschneller und dribbelstarker Angreifer, der nicht nur auf beiden Flügeln, sondern auch als Hängende Spitze agieren kann.

Wie die ‚L’Équipe‘ berichtet, hat sich Schalke 04 mit Rolán von Girondins Bordeaux bereits auf einen Dreijahresvertrag verständigt. Ausstehend sind der Sportzeitung zufolge allerdings noch die Verhandlungen zwischen den beiden Klubs. Demzufolge ruft Girondins stolze 15 Millionen auf, die Schmerzgrenze von Heidel dürfte ein Stück weit darunter liegen. Doch Vorsicht in den Gesprächen ist geboten, denn vergangenes Jahr lehnten die Franzosen Angebote über elf Millionen Euro kommentarlos ab und pochten auf Roláns Verbleib. Gleiches könnte mit Blick auf den bis 2018 datierten Vertrag auch in diesem Jahr passieren.

Er hat Geschwindigkeit, eine starke Ballbehandlung und verbessert sich Jahr für Jahr. In Bordeaux ist er der beste Angreifer“, beschreibt der französische FT-Korrespondent Aurélien Léger-Moëc den Uruguayer, „allerdings muss er noch konstanter werden. Für Schalke wäre er ein interessanter Spieler. Das Zeug zum absoluten Topstar hat er jedoch nicht.“ Zehn Treffer und vier Assists steuerte Rolán in 42 Pflichtspielen der vergangenen Saison bei. Am ersten Spieltag der laufenden Spielzeit traf er beim 3:2-Erfolg über AS St. Étienne. Interesse an ihm signalisiert laut ‚Bild‘ auch RB Leipzig.

FT-Meinung: Schalke muss wie erwartet Abstriche machen bei der Suche nach einem Sané-Nachfolger. Die außergewöhnlichen Qualitäten des königsblauen Eigengewächses bringen die wenigsten Spieler mit – und schon gar nicht diejenigen, die im Budget liegen, das Heidel festgelegt hat. Sofern der neue Manager die kolportierte Ablöse von 15 Millionen noch ein wenig drücken kann, wäre Rolán der passende Mann.