Kommt der Nachfolger von Manuel Neuer beim FC Bayern erneut von Schalke 04? Laut ‚Sport1‘ „haben die Verantwortlichen des Rekordmeisters Alexander Nübel auf dem Zettel“. Der 22-Jährige ist seit Jahresbeginn Stammtorhüter auf Schalke und überzeugt seitdem mit spektakulären Paraden im Abstiegskampf. Beim 1:1 in Nürnberg am Freitag parierte der U21-Nationalkeeper einen Elfmeter. FT ernannte ihn zum Spieler des 29. Spieltags.

Problem für S04: Nübel besitzt nur noch einen Vertrag bis 2020. Bislang ist keine Verlängerung in Sicht. Berater Stefan Backs sagt zu ‚Sport1‘: „Alex hat das Recht, sich seine Gedanken zu machen. Bestehende Verträge sind nicht einseitig. Schalke hatte monatelang Zeit, Gespräche zu führen und hat dies nicht getan. Was das gute Recht des Klubs ist. Jetzt ist für unsere Seite der falsche Zeitpunkt dafür. Was unser gutes Recht ist.“

Backs weiter: „Sollte Schalke mit Alex – wie bei Neuer – eine große Ablösesumme generieren, hätte der Klub ein gutes Geschäft gemacht.“ Neuer war 2011 für 30 Millionen Euro unter wütenden Fanprotesten aus seiner Heimatstadt Gelsenkirchen nach München gewechselt. Dort stieg er zum Meister, Champions League-Sieger, Weltmeister und Welttorhüter auf. Mittlerweile schlägt sich der 33-Jährige aber immer wieder mit Verletzungen herum.

opinion type avenirFT-Meinung: Dass die Bayern Nübel perspektivisch auf der Liste haben, ist recht wahrscheinlich. Gute, junge, deutsche Torhüter sind derzeit eher Mangelware. Allerdings werden die Münchner so lange wie möglich an Neuer festhalten wollen. Anders als in Teilen der Öffentlichkeit steht der Schlussmann in München nicht zur Debatte. Entsprechend können die Worte von Berater Backs wohl vorerst als Vertragspoker abgeheftet werden. Nübel ist gut beraten, sich zunächst auf Schalke weiterzuentwickeln.