Die eigentliche Idee war so einfach wie einleuchtend: In einer starken Liga sollte Renato Sanches auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln, um ein Jahr später als gestandener Spieler zum FC Bayern zurückzukehren. Helfen sollte dabei Paul Clement, einst Co-Trainer in München und seit Jahresbeginn Chefcoach bei Swansea City.

Doch der Plan schlug fehl. Sanches bekommt auch in Wales kaum einen Fuß auf den Boden und sieht sich angesichts indiskutabler Leistungen teils heftiger Kritik der englischen Medien ausgesetzt. Wie die portugiesische Mediengruppe ‚Sapo‘ berichtet, laufen mittlerweile Verhandlungen zwischen Bayern und Swansea, die Leihe vorzeitig abzubrechen und Sanches im Januar zurück an die Säbener Straße zu holen.

Dort hätte der zweifelsohne talentierte Youngster die Chance, in einem zur Ruhe gekommenen Umfeld unter Jupp Heynckes zu reifen. Womöglich hätte der 72-Jährige eher als Vorgänger Carlo Ancelotti ein Händchen dafür, Sanches dosiert an den Spitzenfußball heranzuführen.

Heißes ThemaFT-Meinung: Die Überlegung der Bayern ist nur zu verständlich. In Swansea größtenteils auf der Bank zu versauern, hilft der Entwicklung des 20-Jährigen nicht weiter. Eine weitere Leihe könnte daran scheitern, dass Sanches für die Bayern im Supercup zum Einsatz kam. Für drei unterschiedliche Teams dürfte er innerhalb einer Saison nicht auflaufen.