Jean-Philippe Gbamin ist in der Bundesliga kein Unbekannter. Schon vor eineinhalb Jahren hatten Schalke 04, Borussia Dortmund und Hannover 96 den aufstrebenden Youngster auf dem Zettel, FT berichtete exklusiv. Damals wurde der inzwischen 20-Jährige als eines der größten Abwehrtalente Frankreichs gehandelt. Bereits im Alter von 18 Jahren gelang ihm beim RC Lens der Durchbruch, zu dieser Zeit noch vorzugsweise als Rechtsverteidiger.

Ein Wechsel in die Bundesliga aber zerschlug sich. Nicht zuletzt aufgrund der Ablöseforderung der Franzosen, die derzeit noch mit der Ligue 1 und gültigem Vertrag bis 2019 argumentieren konnten. Doch Lens stieg ab und verpasste in der abgelaufenen Spielzeit den Wiederaufstieg. Für Gbamin scheint es in der Folge an der Zeit, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen.

Wie der französische Radiosender ‚Radio Monaco‘ und die ‚L’Equipe‘ unisono berichten, zieht es den französischen U21-Nationalspieler im zweiten Anlauf in die Bundesliga, zu Mainz 05. Schon am morgigen Donnerstag werde der 20-jährige Franzose mit Wurzeln an der Elfenbeinküste zum Medizincheck am Bruchweg erwartet. Im Anschluss werde er einen Fünfjahresvertrag bei den Rheinhessen unterzeichnen. Als Ablösesumme stehen 3,5 Millionen Euro im Raum.

FT-Meinung: Mit Gbamin bekommt Trainer Martin Schmidt aller Voraussicht nach einen talentierten wie vielseitigen Defensivspieler. Der Youngster kann sowohl Innen- als auch Rechtsverteidiger sowie im defensiven Mittelfeld auflaufen. Allerdings konnte Gbamin seine zunächst sehr gute Entwicklung vergangene Saison in der Ligue 2 nicht fortsetzen und stagnierte. Bestenfalls. Womöglich bedingt durch mangelnde Motivation. Diese gilt es für Mainz nun wieder aus dem Abwehrspieler herauszukitzeln.