Niko Kovac hat sich stets bemüht, keine Transferforderungen zu stellen. Dennoch müsse der FC Bayern „zusehen, dass wir einen Stürmer finden, der um seine Rolle hinter Lewandowski weiß“, ließ der kroatische Trainer unlängst wissen. Das Risiko, dass der eigentlich unverwüstliche Robert Lewandowski doch einmal ausfällt und niemand richtig in die Bresche springen kann, ist dauerhaft zu groß.

Estadio Deportivo‘ bringt nun Dusan Tadic von Ajax Amsterdam ins Spiel. Der serbische Linksfuß sei ein Kandidat in München und beim FC Valencia, berichtet die spanische Sportzeitung. Tadic spielt in Amsterdam eine bärenstarke Saison. Dabei pendelt der gelernte Außenstürmer zwischen dem Flügel (Eredivisie) und der Mittelstürmer-Position (Champions League).

Gegen den FC Bayern erzielte Tadic beim legendären 3:3 in der Johan-Cruyff-Arena einen Doppelpack, beim 1:1 im Hinspiel bereitete er einen Treffer vor. Dabei wurde augenscheinlich, dass der 1,81 Meter große Offensivallrounder nicht nur stark im Dribbling, sondern auch mit dem Rücken zum Tor agieren kann. Viele lange Bälle pflückte Tadic gegen die bayrischen Abwehrhünen gekonnt aus der Luft und leitete sie an seine Mitspieler weiter.

PlausibelFT-Meinung: Tadic wäre eine Hybrid-Lösung. Ähnliches würde für Nicolas Pépé (OSC Lille) oder auch Timo Werner (RB Leipzig) gelten, die ebenfalls auf den Außenbahnen agieren können. Lediglich Luka Jovic ist auf das Zentrum festgelegt. Tadic passt also durchaus in die Reihe der bislang gehandelten Kandidaten. Ein Vorteil daran ist, dass die Münchner diesen Spielern nicht die reine Backup-Rolle hinter Lewandowski schmackhaft machen müssten.