Der FC Bayern hat die Kaderplanungen für die kommende Saison eigentlich abgeschlossen. Potenzielle Stammspieler werden nicht mehr gesucht. Das Talentscouting läuft allerdings unverändert auf Hochtouren. Besonderes Augenmerk richten die bayrischen Experten auf die Sturmposition, die im Profikader einzig von Robert Lewandowski besetzt wird. Thomas Müller als Raumdeuter ist von Hause aus in anderen Rollen stärker.

Die Problematik war bislang, dass kein Youngster bereit ist, sich hinter Lewandowski auf die Bayern-Bank zu setzen. Das dürfte bei Joel Asoro kaum anders sein. Dennoch signalisiert der FC Bayern nach FT-Informationen Interesse an dem 17-jährigen Schweden vom AFC Sunderland, der am zweiten Premier League-Spieltag am Sonntag sein Profidebüt feierte. Wie FT erfuhr, zählt der deutsche Rekordmeister neben Paris St. Germain, Inter Mailand und Atlético Madrid zu den Klubs, die sich um den Angreifer bemühen.

Asoro, der für Schwedens U17 stolze zwölf Treffer in 17 Partien erzielte, hat seine Stärken vor allem auf der Mittelstürmer-Position, kann aber aufgrund seiner enormen Schnelligkeit auch auf die Flügel ausweichen.

Bis 2019 ist sein Vertrag in Sunderland noch datiert. Die Black Cats wären durchaus bereit, ihr Juwel bei entsprechendem Angebot ziehen zu lassen. Zwischen zehn bis 15 Millionen bewegt sich die Schmerzgrenze des Premier League-Klubs, der auf der anderen Seite versucht, das Arbeitspapier des Offensivtalents auszudehnen.

Es könnte in München also doch noch Aktivitäten auf dem Transfermarkt geben. Im Bereich des Möglichen läge auch ein Kauf mit anschließender Leihe zu einem weniger ambitionierten Verein, der Aroso Spielpraxis bieten könnte. Eine Woche lang ist das Wechselfenster noch geöffnet, eine Entscheidung könnte in letzter Sekunde fallen.