Internationale Jugendturniere sind für die Vereine in der Regel ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite erhält man die Möglichkeit, seine Wunschspieler leichter und intensiver zu beobachten. Auf der anderen Seite steigt durch die zusätzliche Aufmerksamkeit der Marktwert der Talente in teils luftige Höhen. Diese Erfahrung muss nun auch Eintracht Frankfurt machen.

Dass die ‚Adler‘ auf der Suche nach einem neuen Linksaußen sind, ist bereits seit längerem bekannt. Laut ‚Bild‘ hat man dabei einen Weltmeister auf der Liste: Andrija Zivkovic. Der Offensivspieler von Partizan Belgrad gewann mit Serbien die U20 Weltmeisterschaft 2015 in Neuseeland. Zwar kam der 19-Jährige dort auf dem rechten Flügel zum Einsatz, doch kann er auch auf der anderen Seite spielen. In sieben Turnierspielen kommt er auf zwei Tore und ebenso viele Vorlagen.

Auch Borussia Dortmund zeigte an Zivkovic Interesse, winkte aber aufgrund des hohen Preises ab. Laut ‚Bild‘ fordert Partizan über vier Millionen Euro. Im Zuge des Dortmund-Gerüchts war jedoch von einer zweistelligen Millionensumme die Rede. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen. Für Frankfurt spielt der genaue Preis jedoch keine Rolle, denn das Talent wäre in beiden Szenarien zu teuer. Deshalb strebt Bruno Hübner eine Leihe an.

Der Spieler hat großes Interesse an einem Engagement in der Bundesliga. „Andrija möchte in der Bundesliga spielen, er will nach Deutschland wechseln. Da gibt es keine Zweifel. Er hat auch Anfragen aus Spanien und Italien. Leider hängt es aber nicht nur vom Spieler ab, sondern auch vom aktuellen Verein“, sagte sein Berater Achilleas Hatzinicolaou bereits Ende Juni.

Zwei Abgänge bahnen sich an

Etwas konkreter sieht die Lage laut ‚kicker‘ bei Timothy Chandler und Slobodan Medojevic aus. Der US-Amerikaner verpasste aufgrund von Länderspielen fast die gesamte Vorbereitung und soll unter Trainer Armin Veh keine Rolle spielen. Medojevic wird es schwer haben, sich gegen die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld durchzusetzen. Beiden würde bei einem Wechsel wohl keine Steine in den Weg gelegt werden. Klar ist jedoch, dass Ersatz kommen müsste, sollte ein Spieler gehen. „So groß ist unser Kader nicht“, weiß Veh. In Frankfurt haben die Kaderplaner also noch viel zu tun, bevor die Saison losgeht.