Borussia Dortmund will Deutscher Meister werden, so die klare Botschaft der BVB-Verantwortlichen in den vergangenen Wochen. Plötzlich aber schien einer aus der Reihe zu tanzen: „Wir müssen aufpassen, was wir sagen“, mahnte Trainer Lucien Favre nach der unerwarteten 1:3-Pleite gegen Union Berlin.

Das, so wurde von Teilen der Öffentlichkeit interpretiert, sei als Kritik des Schweizers an den Ambitionen seiner Bosse zu werten. Ein Trainer, der andere Ziele als seine Vorgesetzten hat? Viele sahen sich mal wieder in ihrem Bild von Favre als notorischem Querulanten bestätigt. „Irrsinnig“, bezeichnet Sportdirektor Michael Zorc nun diese Auslegung.

„Wir haben keinen Dissens“

Wir haben uns schon gewundert über die Berichterstattung“, so der 57-Jährige in die Runde der Pressevertreter, „wir haben da keinen Dissens. Glauben Sie denn, wir geben ein Ziel aus, ohne mit dem Trainer vorher gesprochen zu haben?

Auch Favre selbst hat genug von dem Thema, das offensichtlich nie eines war: „Wir wollen nicht mehr darüber sprechen. Es ist vorbei, es ist schon fast zwei Wochen her. Es ist ein Spiel, und fertig.“ Voller Fokus nun auf Leverkusen.