Aufgrund seiner Vertragssituation wird er nicht mehr für seinen jetzigen Verein Schalke spielen“, kündigte Schalke-Sportdirektor Alex Schuster Anfang Februar an, dass sich die Wege von Königsblau und Abdul Rahman Baba am Saisonende trennen werden.

Der ghanaische Nationalspieler war gerade mit einem Kreuzbandriss vom Afrika-Cup zurückgekehrt. Die Saison war für die Leihgabe des FC Chelsea gelaufen. Und da der Wunschspieler von Trainer Markus Weinzierl bis dato im Schatten des groß aufspielenden Sead Kolasinac nicht restlos überzeugen konnte, schien sein Abschied Formsache.

Baba fühlt sich wohl

Sportvorstand Christian Heidel betonte am gestrigen Montag allerdings, dass dies keineswegs beschlossen sei – im Gegenteil: „Wenn es irgendwie möglich ist, würden wir ihn gerne behalten. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass er über die Saison für Schalke spielt. Da spielt natürlich sein Stammverein Chelsea die entscheidende Rolle.“

Ein Wunsch, der auf Gegenseitigkeit beruht. Denn wie FT erfuhr, kann sich auch Baba einen Verbleib auf Schalke gut vorstellen. Der 22-jährige Linksverteidiger fühlt sich wohl bei S04, ist von Verein und Umfeld nach wie vor beeindruckt. Seine Genesung läuft derweil planmäßig, ohne Komplikationen.

Keine Kaufoption

Mitspielen müsste aber der FC Chelsea. Babas Vertrag an der Stamford Bridge ist noch bis 2020 datiert. Und FT weiß: Eine Kaufoption gibt es nicht. Das heißt, Schalke müsste eine erneute Leihe mit den Blues vereinbaren. Direkt verpflichten wird Königsblau den Ghanaer kaum. Dafür ist er zu teuer und konnte bisweilen zu wenig überzeugen.

Vorstellbar wäre ein erneutes Leihgeschäft mit Kaufoption, die wie bei Nabil Bentaleb und Yevhen Konoplyanka an eine bestimmte Anzahl Einsätze gekoppelt ist. Chelsea ist allerdings nicht gerade berühmt dafür, sich auf derlei Paragrafen einzulassen. Plant CFC-Coach Antonio Conte weiterhin ohne Baba, hat Schalke gute Chancen.