Timothy Chandler würde eines Tages gerne in den USA auflaufen. „Man denkt darüber nach“, gibt der in Frankfurt am Main geborene US-Amerikaner im ‚kicker‘ zu, „bislang kommt es aber nicht infrage, weil ich lieber in Europa, in Deutschland sein möchte.“ Vor allem der Pathos seiner Landsmänner reizt den 26-Jährigen, der als Beispiel die Nationalhymne anspricht: „Wenn man dasteht und mitsingt – das ist ein Wahnsinnsgefühl. Vor allem in den USA, wo das ganze Publikum steht und singt. Außerdem ist diese Hymne echt gut. Das gibt eine unglaubliche Motivation.

Erst im Dezember hat Chandler seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt langfristig verlängert. Ein zeitnaher Abgang aus der Mainmetropole ist kein Thema: „Ich bin nicht jemand, der jedes halbe Jahr den Verein wechselt. Darauf bin ich auch stolz. Ich habe jetzt um drei Jahre bis 2020 verlängert, dann bin ich 29. Mal sehen, wie lange die Beine mich noch tragen.“ Chandler, seit der Jugend für die Eintracht am Ball, stellt klar: „Ich will solange wie möglich in dieser Liga spielen. Es macht Riesenspaß, in jedem Stadion herrscht eine Wahnsinns-Atmosphäre. Wir sind einfach glücklich hier, meine Frau fühlt sich wohl, ich bin in Frankfurt zu Hause.