Als großen Hoffnungsträger verpflichtete Borussia Dortmund vergangenes Jahr Ciro Immobile. Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Torschützenkönig der Serie A sollte die Lücke füllen, die Robert Lewandowski mit seinem Wechsel zum FC Bayern im Sturmzentrum gerissen hatte. 19,5 Millionen Euro war der Italiener vom FC Turin dem BVB wert.

Doch der vermeintliche Torjäger entpuppte sich bei der Borussia als Flopp. Immobile wollte weg, der Bundesligaspitzenreiter ihn loswerden. Schließlich konnte man sich mit Europa League-Sieger FC Sevilla auf ein Leihgeschäft einigen. Drei Millionen zahlen die Andalusier dafür, sich den 25-Jährigen für ein Jahr borgen zu können.

Für den Anschluss sicherte sich Sevilla eine Kaufoption, die dem Vernehmen nach bei zwölf Millionen liegt. Unklar war bislang, ob diese für die Südspanier verpflichtend ist. Für den BVB ein durchaus wichtiger Punkt. Ist sie es nicht und der italienische Nationalspieler überzeugt im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán nicht, bleiben die ‚Schwarz-Gelben‘ auf Immobile sitzen.

Überschaubarer Passus

Der ‚kicker‘ beruhigt nun die Anhänger der Borussia. Dem Fachblatt zufolge existiert eine Kaufverpflichtung. Diese sei aber an einen Passus gekoppelt, demzufolge Immobile eine gewisse, „überschaubare“ Anzahl von Spielen absolvieren muss. Insgesamt viermal stand die Leihgabe bei den Andalusiern bisher auf dem Platz, wenngleich er es dabei auf lediglich 90 Minuten Einsatzzeit bringt und bis dato keineswegs überzeugen konnte.

Unter Umständen könnte Sevilla die Kaufoption sogar schon gezogen haben, wie etwa der Hamburger SV vergangene Saison bei Lewis Holtby. Der Dino musste den zunächst ausgeliehenen Mittelfeldstrategen bereits nach drei Pflichtspielen fest für 6,5 Millionen von Tottenham Hotspur verpflichten. Je nach Auslegung der „überschaubaren“ Anzahl dürften die Chancen des BVB, Immobile nach der Saison endgültig los zu sein, also durchaus gut stehen.