Seinen Wechsel zum AC Mailand hat sich Hakan Calhanoglu wohl anders vorgestellt. Statt in der Champions League zu brillieren, plagt sich der ehemalige Bundesliga-Profi im Niemandsland der Serie A herum.

Aus seinem Frust darüber macht der 25-Jährige im Interview mit der ‚Sport Bild‘ keinen Hehl: „Ich muss ganz ehrlich sagen: Champions League-Spiele schaue ich mir nicht mehr an. Das wäre eine Qual. Es tut zu sehr weh, nicht in der Königsklasse zu spielen. Zumal ich so tolle Erinnerungen daran aus meiner Zeit bei Bayer habe.“ Für die Leverkusener hatte Calhanoglu zwischen 2014 und 2017 gespielt, ehe es ihn nach Italien zog.

Offen für Bundesliga-Rückkehr

Mittlerweile kann sich der 47-fache türkische Nationalspieler für eine Rückkehr nach Deutschland begeistern. Auf entsprechende Nachfrage antwortet er: „Klar. Ich bin in Deutschland aufgewachsen. Auch wenn ich es genieße, mich mittlerweile mit den Menschen hier super auf Italienisch unterhalten zu können – die deutsche Sprache fehlt mir unheimlich.“

Nur die Top-Adressen der Bundesliga kommen für den gebürtigen Mannheimer in Frage. „Und sportlich gesehen: Natürlich ist es ein Ziel, für Bayern, den BVB oder einen anderen großen Klub in Deutschland zu spielen“, erklärt er.

Ein Wechsel in die türkische Süper League oder eine andere kleinere Liga Europas ist für Calhanoglu derzeit ausgeschlossen: „Für einen Wechsel in die Türkei bin ich aber noch zu jung. Ich habe bestimmt noch zehn Profijahre vor mir und möchte mich noch bei Klubs aus den ganz großen Ligen Europas beweisen.

Milan-Abschied im Sommer?

Sein Vertrag in Mailand läuft noch bis 2021. Da es bisher keine Anzeichen dafür gab, dass dieser noch einmal verlängert wird, wäre der kommende Sommer also der branchenübliche Zeitpunkt für einen Wechsel. Wohin es für Calhanoglu dann geht, ist noch offen.