Yamal „in den Schatten gestellt“: Woran Estêvãos Barça-Wechsel scheiterte
Am gestrigen Dienstagabend führte Estêvão den FC Chelsea zum 3:0 Sieg gegen den FC Barcelona. Dabei wäre „Messinho“ viel lieber für den Gegner aufgelaufen.
Ballannahme, zwei kleine Haken und dabei zwei Gegner ausgetanzt, unwiderstehlicher Abschluss – Estêvãos 2:0 gegen den FC Barcelona rief Erinnerungen an Lionel Messi oder Arjen Robben wach. Der große Unterschied: Der Brasilianer knallte den Ball mit dem schwachen Fuß ins kurze Eck – eine Variante, die von Messi und Robben eher selten gewählt wurde.
In Anlehnung an Ersteren wurde der Linksfuß „Messinho“ getauft. Schon werden Estêvãos immense Anlagen deutlich. Auch die Dribbling- und Abschlussqualitäten weisen Parallelen auf. Am liebsten hätte Estêvão auch für den FC Barcelona gespielt, doch die Blaugrana ließen sich den flexiblen Offensivspieler durch die Lappen gehen.
Schon im zarten Alter von 16 Jahren war Estêvãos Talent nicht mehr schwer zu erkennen. Zahlreiche Vereine buhlten schon früh um den heute 18-Jährigen. Der hatte allerdings nur einen Wunschklub – den FC Barcelona. Auch der spanische Meister hatte Estêvão auf dem Zettel, die Vertragskonditionen waren bereits ausgehandelt. Doch am Ende ließ Barça den Deal platzen, was den Weg für den FC Chelsea freimachte.
Falsch eingeschätzt?
Zum einen waren da die Finanzen der Katalanen. Das Risiko eines Transfers, der den Verein über 40 Millionen Euro gekostet hätte, wurde laut der ‚Sport‘ für den Rohdiamanten als zu hoch eingeschätzt. Zwar wäre Estêvão seinem Traumklub finanziell sogar entgegengekommen, doch umstimmen ließ sich Barça nicht.
Zum anderen spielt an der Mittelmeerküste ein gewisser Lamine Yamal (18), der in ähnlichen Bereichen des Feldes operiert wie Estêvão. Dessen Entwicklung wollte man nicht im Weg stehen, indem man ihm einen weiteren hochtalentierten Youngster vor die Nase setzt. Auch Estêvãos Flexibilität konnte die Sorgen nicht aus dem Weg räumen.
Das Vertrauen hat Yamal längst zurückgezahlt. Schon jetzt gehört der Spanier zu den besten Spielern der Welt. Beim gestrigen 3:0-Sieg hieß die Hauptattraktion aber Estêvão. „Ein Star ist geboren. Estêvão stellt Yamal in den Schatten“, fällte der ‚Mirror‘ ein entsprechendes Urteil. Kaum auszumalen, wie gefährlich Barça heutzutage wäre, wenn man es geschafft hätte, Yamal und Estêvão in einem Aufgebot unterzubringen.