Wer ist Dortmunds neues Abwehr-Juwel Filippo Mane?

Der Nächste bitte: Einmal mehr bedient sich Borussia Dortmund auf dem internationalen Talente-Markt und sichert sich mit Filippo Calixte Mane einen talentierten Innenverteidiger. FT teilt die guten Eindrücke der BVB-Scouts.

Filippo Calixte Mane ist Junioren-Nationalspieler
Filippo Calixte Mane ist Junioren-Nationalspieler ©Maxppp

„Ein richtig guter Junge, der sich dafür entschieden hat, den nächsten Schritt bei Borussia Dortmund gehen zu wollen“, ließ Borussia Dortmunds Nachwuchsdirektor Lars Ricken über Filippo Calixte Mane verlauten. Am heutigen Montag ist der italienische Innenverteidiger aus der Jugendabteilung von Sampdoria Genua ins Revier gewechselt. Ein weiterer hochveranlagter Teenager in schwarz-gelb, der bis Sommer zunächst für die U19 eingeplant ist.

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Antizipationsvermögen

Mit seinen 16 Jahren besticht Mane schon mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit. Besonders auffällig bei seinen elf Auftritten für Sampdorias U19: Der Youngster antizipiert sehr gut, weiß genau, wann es Druck auf den Passempfänger auszuüben gilt. So gelingt es Mane in schöner Regelmäßigkeit, Angriffe zu unterbinden, bevor es gefährlich wird.

Darin erinnert der italienische U17-Nationalspieler (acht Einsätze) an einen gewissen Mats Hummels. Dasselbe lässt sich über seinen Spielaufbau sagen – auch wenn es noch viele Jahre der Übung brauchen wird, um die Präzision des 2014er-Weltmeisters bei langen Bällen zu erreichen. Aber: Der junge Italiener traut sich die Langdistanz zu, ob in die Spitze oder als Seitenverlagerung.

Fähigkeiten im Spielaufbau erfordern eine feine Technik – überhaupt eine der Grundvoraussetzungen für einen Spieler, der sich in Dortmund, wo sie seit Jahren einen gepflegten Kombinationsfußball voraussetzen, durchsetzen soll. Mane, langfristig eingeplant als Spieler mit A-Mannschaftsperspektive, passt in diese Tradition.

Anlauf benötigt

Und dann gibt es da noch dieses Attribut, auf das ein Mats Hummels überhaupt nicht gerne angesprochen werden will. In puncto Grundschnelligkeit hat Jungspund Mane wenig überraschend Vorteile gegenüber dem 33-jährigen Routinier. Mit 16 Jahren wird er sich körperlich noch weiterentwickeln, 1,88 Meter sind aber bereits ein gutes Maß für einen Innenverteidiger.

Mane bringt im Prinzip alles mit, um sich langfristig als Stammkraft bei den BVB-Profis durchzusetzen. Doch der Nachwuchsmann mit Wurzeln im Senegal wird sich akklimatisieren müssen und hat noch einen langen Weg zu gehen – beginnend bei Dortmunds A-Junioren. Bis er das erste Mal in der Bundesliga zu sehen sein wird, dürfte es noch eine Weile dauern.

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