Finalheld Torres: Barça, PSG – oder ein lachender Dritter?
Mit zwei Aktionen – neben dem Finaltor auch die Vorlage für Mikel Merino im Achtelfinale gegen Portugal – katapultierte sich Ferran Torres in eine perfekte Verhandlungsposition. Drei Topklubs scharren mit den Hufen.
106 Minuten lang bissen sich die Spanier an aggressiv verteidigenden Argentiniern die Zähne aus. Dann kam der oft gescholtene Ferran Torres und traf wuchtig unter die Latte ins Glück. Spanien ist zum zweiten Mal Weltmeister, der Stürmer vom FC Barcelona der gefeierte Held.
Ein Tor zur Primetime
Der Treffer des gebürtige Valencianers stürzt eine gesamte Nation in kollektiven Freudentaumel. Und auch für Torres persönlich kam das Tor zur absoluten Primetime. Im kommenden Jahr läuft der Vertrag beim FC Barcelona aus. Und laut der ‚L‘Équipe‘ hatten die Katalanen bislang kaum Anstalten gemacht, den Kontrakt zu verlängern.
Demnach soll es zwischen dem Finalhelden, der im Januar 2022 für 55 Millionen Euro von Manchester City gekommen war, und Sportdirektor Deco seit über einem halben Jahr keinen Kontakt mehr gegeben haben. Der Grund könnte im Kleingedruckten stecken. Sollte der 26-Jährige in Barcelona verlängern, würden den Skyblues acht weitere Millionen an Bonuszahlungen zustehen.
Nichtsdestrotz ist der Stellen- und Marktwert des Stürmers in der Nacht auf Montag durch die Decke geschossen. Barça soll die Zeichen der Zeit erkannt haben und laut der ‚Mundo Deportivo‘ für die kommende Woche einen Torres-Gipfel angesetzt haben. Dabei sollen vor allem die persönlichen Pläne ausgelotet werden. Sollte eine Vertragsausdehnung möglich sein, könnte diese im September erfolgen.
Enrique will Torres
Bis dahin will aber auch noch Paris St. Germain sein Blatt ausspielen. PSG-Coach Luis Enrique hält die allergrößten Stücke auf Torres, der 2020 unter dem Katalanen für La Roja debütierte. Die ‚L‘Équipe‘ merkt an, dass Enrique schon weit vor der WM mit Torres telefoniert hatte, um ihm sein Spielsystem sowie die mögliche Rolle darin zu erläutern.
In der französischen Hauptstadt weiß man allerdings auch, dass der aktuelle Zeitpunkt der denkbar ungünstigste für einen Transfer ist. Schon vor dem XXL-Turnier soll Barcelona den Preis auf stolze 50 Millionen festgesetzt haben. Entsprechend will PSG nun noch etwas warten, bis sich der Final-Rauch verzogen hat.
Real mischt mit
Der Schuss könnte allerdings nach hinten losgehen, wenn aus dem Zwei- noch ein Dreikampf wird. Die Lobeshymnen auf den Siegtorschützen sollen nämlich auch Real Madrid aufgeschreckt haben. Torres war bereits vor sechs Jahren, vor dem Wechsel nach Manchester, Thema bei den Königlichen. Und wie die französische Sportzeitung ausführt, behalten die Madrilenen die aktuellen Entwicklungen sehr genau im Blick.
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