Heiß begehrt: Auch Bayern im Rennen um Gladbach-Youngster

Im Sommer übernimmt Carlo Ancelotti das Zepter beim FC Bayern München. Seit der Bekanntgabe des Trainerwechsels brodelt die Gerüchteküche. Noch ist unklar welche Spieler der Italiener mit an die Isar bringen wird. Ein neuer Kandidat wurde bei Ligarivale Borussia Mönchengladbach aufgespürt. Die Konkurrenz ist jedoch riesig.

Hält die Augen offen nach Verstärkung: Carlo Ancelotti
Hält die Augen offen nach Verstärkung: Carlo Ancelotti ©Maxppp

Derzeit bestreitet der FC Bayern seine Spiele mit einer improvisierten Viererkette. In Joshua Kimmich und David Alaba bekleiden zwei gelernte Mittelfeldspieler die Innenverteidigung. Die arrivierten Jérôme Boateng, Holger Badstuber und Javi Martínez fallen noch eine Weile aus. Auch Medhi Benatia gilt als extrem verletzungsanfällig.

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Der Blitztransfer von Serdar Tasci sollte Abhilfe leisten, eine wirkliche Verstärkung ist der Ex-Nationalspieler jedoch bisher nicht. Um unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti nicht ebenfalls auf die Zwergen-Abwehr zurückgreifen zu müssen, schaut sich Kaderplaner Michael Reschke bereits seit geraumer Zeit nach einem neuen Mann für die Defensivzentrale um. Fündig geworden ist er nun offenbar bei Borussia Mönchengladbach.

Unter Schubert gesetzt

Dort spielt der erst 19-jährige Andreas Christensen eine bärenstarke Saison und schwang sich unter dem neuen Trainer André Schubert in Abwesenheit von Martin Stranzl zum neuen Abwehrchef auf. Seit dem fünften Spieltag verpasste der Däne keine einzige Pflichtspielminute und erzielte jüngst gleich zwei Treffer gegen Werder Bremen (5:1). Seine Leistungen waren dabei derart konstant, dass der FC Chelsea bereits über eine vorzeitige Rückholaktion nachdenkt. Vom Londoner-Klub wurde Christensen im vergangenen Sommer für zwei Jahre an den Niederrhein verliehen.

Auch der FC Barcelona soll sein Interesse am Rechtsfuß hinterlegt haben. Nicht zuletzt sind auch die ‚Fohlen‘ selbst bereit, über die eigene finanzielle Schmerzgrenze hinaus zu gehen, um Christensen langfristig zu binden. Stranzls Karriereende und die Ungewissheit um die Zukunft von Havard Nordtveit und Álvaro Domínguez tun ihr Übriges. Nichtsdestotrotz will laut ‚transfermarketweb.com‘ nun auch der deutsche Rekordmeister seinen Hut in den Ring werfen und für den 1,88 Meter-Schlaks bieten. Gleiches gelte für Juventus Turin, das seiner Abwehr eine Verjüngungskur verpassen möchte.

FT-Meinung: Das Profil eines neuen Bayern-Innenverteidigers würde Christensen durchaus abdecken. Der 19-Jährige könnte von den erfahrenen Recken beim FCB lernen und würde dennoch aufgrund deren Verletzungsanfälligkeit auch selbst zu Einsätzen kommen. Zudem beweist der Däne große Stärken im Aufbauspiel. Ein wichtiges Kriterium für die Münchener, die meist in jeder Minute des Spiels von allen Positionen aus Kreativität versprühen müssen, um manch ultradefensiven Gegner in der Bundesliga zu knacken.

Gegen einen Wechsel spricht sicherlich die große Konkurrenz im Werben um Christensen. Der FC Chelsea befindet sich in einer äußerst komfortablen Lage, kann Angebote einholen, ein Wettbieten forcieren oder den talentierten Youngster ab 2017 einfach selbst als Nachfolger des im Sommer scheidenden Kapitäns John Terry aufbauen.

Dass Christensen tatsächlich auf der Bayern-Liste steht ist nicht unwahrscheinlich. Wie valide jedoch die Informationen von ‚transfermarketweb.com‘ sind ist nicht zu beurteilen. Bisher ist die Quelle jedenfalls nicht für Exklusivinfos dieser Größenordnung bekannt. Das letzte Wort in der Causa Christensen ist jedoch mit Sicherheit noch nicht gesprochen.

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