Diesmal Danilo: Bayern blitzt schon wieder ab

Der FC Bayern will auf der Rechtsverteidiger-Position nachlegen. Die Suche nach einer leistungsstarken Alternative zu Benjamin Pavard erweist sich allerdings seit Wochen als kompliziert. Die jüngsten Bemühungen um Danilo reihen sich in den schleppenden Transfersommer der Münchner ein.

Danilo spielt seit 2019 für Juventus
Danilo spielt seit 2019 für Juventus ©Maxppp

Auf der Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger hat sich Bayern München erneut einen Korb abgeholt. Wie die Redaktion des italienischen Transfermarkt-Experten Gianluca Di Marzio berichtet, fragten die Verantwortlichen der Münchner bei Juventus Turin die Verfügbarkeit von Danilo an.

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Die Konditionen der Bianconeri dürften an der Säbener Straße für enttäuschte Gesichter gesorgt haben. 30 Millionen Euro ruft die Alte Dame für den 30-jährigen Brasilianer auf und will sich darüber hinaus auf keinen Ablöse-Poker einlassen. Ein Verkauf war aus Sicht von Juve ohnehin nicht geplant. Dem Bericht zufolge hat Bayern die Verhandlungen daher fürs Erste ad acta gelegt.

Absagen en masse

Danilo reiht sich damit in die immer länger werdende Liste an Rechtsverteidigern ein, die diesen Sommer aller Voraussicht nach nicht ihren Weg nach München finden werden. Bei dem Trio Sergi Roberto (29), Sergiño Dest (20) und Emerson (22) stieß der Rekordmeister bei den Verantwortlichen des FC Barcelona auf taube Ohren.

Die Bemühungen, eher einen Spieler aus der zweiten Reihe für die rechte Außenbahn zu verpflichten, trugen bislang auch bei Mert Müldür keine Früchte. Mitte Juli wurde bekannt, dass der FCB sich bei US Sassuolo nach dem 22-jährigen Türken erkundigt hatte. Bewegung in Richtung eines Transfers gab es seitdem nicht. Da der Kontrakt des EM-Fahrers noch bis 2024 gültig ist, wäre wohl auch mehr als nur Kleingeld nötig, um eine Verpflichtung zu realisieren.

Kehrer im Fokus

Ebenfalls im Gespräch ist nach FT-Informationen Thilo Kehrer. Der 24-Jährige von Paris St. Germain ist mit einem Preisschild von 20 Millionen Euro allerdings kein Schnäppchen und würde darüber hinaus noch ein ordentliches Salär kosten. Dazu haben auch Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg Kontakt zum ehemaligen Schalke-Profi aufgenommen – die Konkurrenz ist also groß.

Unter Umständen muss sich Sportvorstand Hasan Salihamidzic noch eine Weile umsehen, bis der passende Kandidat gefunden ist. Immerhin soll der Neue andere, offensiver ausgerichtete Fähigkeiten auf den Platz bringen als Stammkraft Benjamin Pavard.

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