Real Madrid: Das 50-Millionen-Problem

Real Madrid ist raus aus der Champions League. Und schlimmer noch: Der Blick in die Zukunft sieht derzeit alles andere als rosig aus. Verantwortlich dafür sind auch zwei viel zu teure Routiniers.

Gareth Bale und Eden Hazard machen Real Sorgen
Gareth Bale und Eden Hazard machen Real Sorgen ©Maxppp

Die spanische Presse geizt am heutigen Donnerstag nicht mit Häme für ein Real Madrid, das völlig verdient gegen den FC Chelsea im Halbfinale der Champions League die Segel streichen musste. Als eine Art Sündenbock wurde Eden Hazard auserkoren. Der Belgier, für den die Königlichen bis zu 160 Millionen Euro Ablöse investiert hatten, blieb gegen die Blues wieder einmal meilenweit hinter den Erwartungen zurück.

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Die ‚Marca‘ spricht in diesem Zusammenhang von einer „kompletten Enttäuschung“. Der spanische Journalist Juanma Castaño wird bei ‚El Partidazo de Cope‘ noch deutlicher. Er bezeichnet Hazard als „Schande“ und stellt einen „Mangel an Professionalität“ fest. Für den Sommer hat Castaño noch einen Rat für den 30-Jährigen: „Er sollte nicht wieder mit Übergewicht aus dem Urlaub kommen.“

Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis die ersten Gerüchte um einen Verkauf des 106-fachen Nationalspielers die Runde machen. Denn spätestens wenn Zinedine Zidane doch seinen Hut nehmen sollte, hat Hazard in Madrid keinen Fürsprecher mehr. Ein Transfer des Linksaußen dürfte sich aber als äußerst kompliziert darstellen.

Umbruch unmöglich?

Hazard ist noch drei weitere Jahre gebunden und kassiert rund 20 Millionen Euro pro Jahr. Noch etwas mehr Geld wandert auf das Konto von Gareth Bale (31). Der Waliser besitzt in Madrid noch einen Vertrag bis 2022 und kostet den Verein rund 30 Millionen Euro pro Saison.

Die einst so heiß begehrten Flügelstürmer werden für Real somit zunehmend zum Problem. Denn sie binden einen enormen Teil des Budgets, das für Gehaltszahlungen zur Verfügung steht. Und somit erschweren sie auch maßgeblich die geplanten Neuverpflichtungen von Kylian Mbappé (22) und Erling Haaland (20). Dass Real aber frisches Blut und neue Power für die Offensive dringend benötigt, wurde gestern einmal mehr überdeutlich.

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