Spielervereinigung verurteilt Barças Dembélé-Beschluss

Der FC Barcelona drängt Ousmane Dembélé öffentlich zum Wechsel. Jetzt schaltet sich die spanische Spielervereinigung ein.

Ousmane Dembélé soll den FC Barcelona zeitnah verlassen
Ousmane Dembélé soll den FC Barcelona zeitnah verlassen ©Maxppp

Die spanische Spielervereinigung AFE (Asociación de Futbolistas Españoles) verurteilt das Handeln des FC Barcelona in der Personalie Ousmane Dembélé. In einer Mitteilung weist die Organisation die Katalanen darauf hin, möglicherweise gegen Regularien zu verstoßen, sollten dem Franzosen extreme Konsequenzen für das Ablehnen einer Vertragsverlängerung drohen.

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Die AFE erklärt: „Ein Verein ist verpflichtet, einem Spieler das vereinbarte Gehalt zu zahlen und die Erbringung von Leistungen zu den gleichen Bedingungen wie den übrigen Spielern zu ermöglichen, ohne dass der Sportler in irgendeiner Weise diskriminiert oder unter Druck gesetzt wird, auf seine Arbeitsrechte zu verzichten.“

Die Entscheidung, einen Arbeitsvertrag auszudehnen oder nicht zu verlängern, müsse „frei und ohne äußere Einflussnahme“ stattfinden. Außerdem müsse ein Fußballer „unter den gleichen Bedingungen wie seine Mannschaftskameraden behandelt werden“.

Druck & illegales Verhalten

Sollte das öffentliche Statement des FC Barcelona als Ausübung von „Druck verstanden werden“, handele es sich um „illegales Verhalten“, so heißt es in der Mitteilung. Das „Nichtzustandekommen“ einer Vertragsverlängerung stelle „keinen Arbeitsverstoß“ dar und dürfe „keine Konsequenzen“ haben.

Abschließend stellt die AFE fest: „Wenn ein Spieler über einen bestimmten Zeitraum nicht eingesetzt wird, ohne dass eine Verletzung, eine Krankheit oder eine körperliche Behinderung vorliegt, bedeutet dies eine Abwertung seines Stellenwertes, was sich negativ auf künftige Verträge auswirken wird.“ Barça könnte nach Meinung der Gewerkschaft belangt werden, falls Dembélé fortan keine Rolle mehr spielt.

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