Iniesta-Erbe: Zwei Favoriten kristallisieren sich heraus

So langsam, aber sicher muss der FC Barcelona an das Erbe von Andrés Iniesta denken. Es gilt, einen Nachfolger mit ähnlichem fußballerischem Profil zu finden. Zwei Kandidaten kristallisieren sich als Favoriten heraus.

Mo Dahoud steht bei Juve auf dem Zettel
Mo Dahoud steht bei Juve auf dem Zettel ©Maxppp

Andrés Iniesta merkt man sein fortgeschrittenes Alter inzwischen an. Auf dem Platz wirbelt der 32-Jährige zwar immer noch wie zu besten Zeiten, doch die Verletzungsanfälligkeit wächst von Jahr zu Jahr. In dieser Saison stand er lediglich sechsmal in der Ligastartelf des FC Barcelona. Immer häufiger müssen andere Spieler wie André Gomes, Ivan Rakitic, Rafinha oder auch Arda Turan in seine Rolle schlüpfen. Adäquat ersetzen kann ihn dauerhaft allerdings keiner der Genannten.

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Deshalb lassen die Katalanen schon seit geraumer Zeit den Blick nach externen Alternativen schweifen. Zentrale Mittelfeldspieler mit großen technischen Fähigkeiten stehen im Fokus. Und nach Informationen von FT sind besonders zwei Youngsters interessant für die Führungsetage des FC Barcelona: Der 19-jährige Maxime López von Olympique Marseille und Mahmoud Dahoud von Borussia Mönchengladbach. Die beiden werden seit einiger Zeit intensiv beobachtet und haben nach Meinung der Barça-Scouts am ehesten die fußballerischen Anlagen, in die riesengroßen Fußstapfen von Vereinslegende Iniesta zu treten.

Was die geschmeidigen Bewegungen betrifft, muss sich Dahoud hinter Iniesta nicht verstecken. Beide zeichnen sich durch schnelle Drehungen mit Ball und blitzgescheite Zuspiele in die Spitze aus. Dass Dahoud in den vergangenen sechs Monaten bei der Borussia in seinen Leistungen stagnierte, ist dabei kein Gegenargument, denn sein außergewöhnliches Talent steht nicht in Frage. Außerdem könnte er sich in Barcelona im Schatten von Iniesta Schritt für Schritt zu einem Topspieler entwickeln.

Wir werden demnächst weitere Gespräche führen. Wir wollen, dass Mo bei uns auch den zweiten und dritten Schritt macht“, sagte-Fohlen-Manager Max Eberl am heutigen Donnerstag gegenüber dem ‚kicker‘. Die Hoffnungen der Gladbacher auf eine langfristige Zusammenarbeit schwinden allerdings immer mehr. Dahoud ist nur noch bis 2018 an den Klub gebunden, zudem existiert für den Sommer eine Ausstiegsklausel im Bereich von zehn Millionen Euro. Diese Summe könnte Barça aus der Portokasse bezahlen. Stellt sich die Frage, welchen nächsten Schritt der Spieler selbst für sinnvoll erachtet. Immerhin locken neben dem spanischen Nobelklub weitere attraktive Interessenten.

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