Real jagt den Kabinen-Maulwurf
Real Madrid produziert dieser Tage Negativschlagzeilen am laufenden Band. Das liegt nach Meinung des Klubs nicht nur an den Verursachern, sondern auch einem Whistleblower.
Álvaro Arbeloas emotionale Ansprache auf der heutigen Pressekonferenz betraf wenig überraschend das große Thema der vergangenen Tage: Aurélien Tchouaménis (26) Auseinandersetzung mit Fede Valverde (27), in deren Folge der Uruguayer mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Ein wenig verblüffend war allerdings, dass Arbeloa nicht in erster Linie an das harmonische Miteinander in einer Fußballmannschaft appellierte. Viel wichtiger war dem voraussichtlich scheidenden Chefoach der Ärger über den Maulwurf, der die Geschehnisse aus der Umkleide an die Presse durchgestochen hatte: „Ich wiederhole – denn vielleicht war ich nicht deutlich genug: Informationen darüber preiszugeben, was in der Kabine geschehen ist, ist gleichbedeutend mit einem Verrat an Real Madrid. An seinem Wappen. Es ist ein Akt der Illoyalität.“
Die Suche läuft
Laut einem Bericht der Tageszeitung ‚El País‘ läuft die Suche nach dem Whistleblower auf Hochtouren. Es gebe auch „Verdächtige“, wie Arbeloa preisgab. Diese stammen dem Vernehmen nach nicht aus dem Mannschafts-, sondern vielmehr aus dem Betreuerkreis rund um das Team.
Gut möglich, dass hier in den kommenden Tagen Klarheit herrschen wird. Die eigentliche Problematik ist damit aber nicht behoben. Diverse zwischenmenschliche Baustellen machen ein konstruktives Arbeiten momentan fast unmöglich. Da hilft es auch nicht, öffentlichkeitswirksam einen Sündenbock zu präsentieren.
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