In Madrid kursiert der Name Jürgen Klopp, während man sich in Barcelona den Schweiß von der Stirn wischt. FT sondiert die Presse zur Mitte der Woche.

Brause oder König?
Mit nahezu ganz Fußball-Deutschland hat es sich Jürgen Klopp mittlerweile komplett verscherzt. Seit seiner Unterschrift bei Red Bull als Global Head of Soccer ist der einst so charismatische Erfolgstrainer vielen Anhängern hierzulande ein Dorn im Auge. Schließlich erfreut sich RB in Deutschland, aufgrund seiner fragwürdigen Entstehungs- und Aufstiegsgeschichte mit unverhältnismäßigen finanziellen Vorteilen keiner großen Beliebtheit. Doch im Ausland hält man nach wie vor viel von Klopp. Sogar Real Madrid beschäftigt sich mit dem Ex-BVB-Coach.
Wie die spanische ‚Sport‘ berichtet, überlegen die Königlichen, Klopp zur kommenden Saison als Nachfolger von Trainer Carlo Ancelotti zu installieren. Demnach ist Xabi Alonso von Bayer Leverkusen zwar immer noch der Topkandidat, nach einer nicht ganz so überzeugenden Saison der Werkself wachsen aber erste Zweifel an dem Spanier. Bei Klopp sei man sich dagegen sicher, dass er dem Druck standhalten kann und die Kabine voller Superstars managen könnte. Ob es wirklich dazu kommt, darf jedoch bezweifelt werden, schließlich betont der 57-Jährige immer wieder, dass er derzeit keine Rückkehr auf die Trainerbank anstrebt.
Barças Traum lebt
Der FC Barcelona hat gerade in der Champions League keine einfachen Jahre hinter sich. Zuletzt gewann man die Königsklasse 2015, seitdem musste Barça immer wieder zusehen, wie Erzrivale Real Madrid den Henkelpott in die Luft reckte. Doch in der laufenden Spielzeit sieht es für die Blaugrana so gut aus wie lange nicht mehr, schließlich steht man trotz der 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund am gestrigen Dienstag durch den 4:0-Erfolg im Hinspiel im Halbfinale. Dass man allerdings noch einmal so zittern musste, hatte man in Katalonien nicht eingeplant.
„Im Halbfinale – mit Leid“, titelt beispielsweise die ‚Mundo Deportivo‘ im Hinblick auf den Krimi in Dortmund. Bei der ‚Sport‘ hat man derweil schon ganz große Ziele im Blick: „Im Halbfinale – der Traum vom Triple lebt.“ Nichtsdestotrotz ist man sich auch dort bewusst, dass der BVB einer Überraschung näher kam als gewollt: „Ein unkenntliches Barça überlebt in der Hölle.“ Ein Umstand, der den Anhängern egal sein dürfte, sollte man am 31. Mai tatsächlich den prestigeträchtigen Pokal in den Münchener Nachthimmel strecken können.
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