Schalke reagiert auf Schwolow-Absage | Schlägt Fährmanns Stunde?

Eigentlich galt der Wechsel von Alexander Schwolow zu Schalke 04 nur noch als Formsache, bis sich der Torhüter am gestrigen Dienstag plötzlich Hertha BSC anschloss. S04-Sportvorstand Jochen Schneider bezieht Stellung.

Ralf Fährmann im Schalke-Training
Ralf Fährmann im Schalke-Training ©Maxppp

Jochen Schneider hat die Aufregung um den Transfer von Alexander Schwolow zu Schalke 04 heruntergespielt. „Wir haben immer betont, dass wir zu diesem frühen Zeitpunkt der Transferperiode auf allen Positionen die Augen offenhalten“, zitiert der ‚kicker‘ den Sportvorstand.

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Und weiter: „Fakt ist aber auch: Wir haben mit Ralf Fährmann und Markus Schubert zwei Torhüter unter Vertrag, die den Anspruch haben, die Nummer eins zu werden. Wir unterliegen hier also keinerlei Handlungszwängen.“

Ablöse einsparen?

Womit Schneider nicht Unrecht hat. Insbesondere der 31-jährige Fährmann, der nach einer Leihsaison zurück auf Schalke ist, könnte die Probleme auf der Torhüter-Position lösen und somit die Ablöse für einen neuen Schlussmann einsparen. Das Geld braucht S04 auf anderen Baustellen dringender.

Zur Erinnerung: Fährmann war über lange Jahre Schalkes unumstrittene Nummer eins und führte das Team zeitweise sogar als Kapitän an. Dass er das Format für die Bundesliga hat, bewies er in 196 Partien im Oberhaus.

Unbestrittene Qualitäten

Zwar schwächelte der 1,97-Hüne rund um seine Ablösung durch Alexander Nübel im Januar 2019 – seine Qualitäten auf der Linie, im Eins-gegen-Eins, der Strafraumbeherrschung und als Dirigent der Hintermannschaft werden auch nach einer Saison ohne Spielpraxis kaum dauerhaft verschwunden sein.

Dass Fährmann mit dem Fuß nicht der beschlagendste Keeper der Liga ist, fällt beim Schalker Hau-Ruck-Fußball aus der Rückrunde nicht zwangsläufig ins Gewicht. Vieles spricht aktuell dafür, dass der Routinier wieder die Nummer eins im Kasten von S04 wird.

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