Haaland und Wintertransfers: Der Stand beim BVB

Hans-Joachim Watzke nimmt Stellung zur Kaderplanung beim BVB. Einen Verbleib von Erling Haaland hat man noch nicht abgeschrieben.

Hat beim BVB das Sagen: Hans-Joachim Watzke
Hat beim BVB das Sagen: Hans-Joachim Watzke ©Maxppp

Borussia Dortmund will sich im Poker um Erling Haaland (21) längst nicht geschlagen geben. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigt bei ‚Sky‘ an: „Wir werden unaufgeregt die Gespräche führen und würden uns wünschen, er bleibt länger bei uns.“ Watzke schiebt ein: „Wenn es aber am Ende des Tages nicht so sein sollte, dann werden wir es auch akzeptieren.“

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Zweifel daran, dass sich kein passender Ersatz für den Ausnahme-Torjäger finden lässt, hat man in Dortmund nicht: „Wir werden auch dann wieder Lösungen finden, das ist völlig klar. Das ist in der DNA vom BVB drin. Aber schon für seine Entwicklung wäre es auch top, wenn er noch ein bisschen länger bei uns bleibt.“

„Nichts machen, was wir uns nicht leisten können“

Auf die Spekulationen um eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Norwegers will Watzke nicht näher eingehen: „Am Ende nützt es nichts, was du in der eigenen Hand hast. Am Ende musst du den Spieler überzeugen. Das ist immer das Beste von allem. Und das werden wir versuchen.“ Grundsätzlich habe er das Gefühl, „dass Erling sich hier komplett wohlfühlt.“

Kürzlich war zu vernehmen, der BVB sei bereit, Haaland ein vereinsinternes Rekordgehalt anzubieten – 16 bis 18 Millionen Euro könnte der Stürmer pro Saison kassieren. Immer noch weniger als bei einigen anderen Topklubs in Europa. Watzke meint lediglich: „Wir werden nichts machen, was wir uns nicht leisten können, das ist auch klar.“

„Würde nicht an finanzieller Ausstattung scheitern“

Mindestens bis zum Sommer wird Haaland noch für Schwarz-Gelb stürmen. Zugänge schon im Winter-Transferfenster will Watzke unterdessen nicht kategorisch ausschließen: „Da werde ich mir mal ein Bild machen, was Michael Zorc, was Sebastian Kehl sagt, was der Trainer sagt. Aber grundsätzlich müssen wir auch abwägen: Sportliche Dinge, finanzielle Dinge. Man weiß nicht, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Wir sind da schon wieder ein bisschen im Nebel.“

Stand jetzt gelte: „Wenn wir Weihnachten rum kein großes Verletzungsszenario haben, und das scheint sich ja gerade aufzulösen, dann ist das nicht zwingend. Ansonsten, wenn man mir vernünftige Argumente liefert, können wir auch darüber sprechen. Es würde auch nicht an finanzieller Ausstattung scheitern, es muss nur Sinn machen.“

Mit Rose „sehr, sehr zufrieden“

Rückendeckung erhält Trainer Marco Rose, über dessen Zukunft nach dem Scheitern in der Champions League zuletzt schon spekuliert wurde. Watzke stellt klar: „Wir müssen uns jetzt auch nicht nur durch das blöde Champions League-Aus den Gesamtblick verstellen lassen. Wir haben in der Bundesliga aus 13 Spielen 30 Punkte geholt. Das ist uns auch noch nicht so oft gelungen. Und wir haben jetzt übergreifend aus den letzten 20 Bundesligaspielen 17 Siege erzielt. Also da kann man schon ein gewisses Selbstbewusstsein rausziehen.“

Rose erlebe er „sehr fokussiert. Er muss sich noch ein bisschen an diese ganzen Dinge gewöhnen, die um Borussia Dortmund herum passieren, das ist natürlich immer ein bisschen mehr noch als woanders. Hier ist schon eine Wucht. Hier ist auch Druck. Das hat er mittlerweile auch alles gut auf dem Schirm. Und ich bin sehr, sehr zufrieden mit ihm.“

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