„Verein steht über allem“: Eberl weist Neuhaus-Kritik zurück

Deutlich hörbare Kritik richtete Florian Neuhaus zuletzt an die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach. Sportdirektor Max Eberl kann den Vorwurf so nicht stehen lassen.

Max Eberl ist als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach tätig
Max Eberl ist als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach tätig ©Maxppp

„Ich hätte mir vielleicht auch mehr Rückendeckung vom Verein gewünscht“, lautete der Satz von Florian Neuhaus (24), der zuletzt für einige Unruhe bei Borussia Mönchengladbach gesorgt hat. Kritik, die der Adressat, Sportdirektor Max Eberl, so nicht stehen lassen kann.

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„Bei uns“, rechtfertigt sich der Fohlen-Kaderplaner im Gespräch mit dem Portal ‚GladbachLive‘, „geht es nicht um Namen, sondern dem Trainer geht es darum, welche elf Spieler passen am besten auf den Platz, um das Spiel zu gewinnen, um diese Entwicklung, die wir haben, wieder voranzutreiben. Der Trainer stellt auf, ohne Rücksicht auf Namen zu nehmen.“

„Keiner wird bevorzugt“

Grund für die Vorwürfe: Neuhaus ist in der laufenden Saison aus der Gladbacher Startelf gerutscht. Der wiedererstarkte Denis Zakaria (24) und Sommer-Neuzugang Manu Koné (20) sind mit starken Leistungen am Nationalspieler vorbeigezogen. Eberl nüchtern: „Flo bekommt bei uns jegliche Rückendeckung, wie alle anderen Spieler übrigens auch. Es wird keiner bevorzugt.“

„Klar ist“, mahnt der Sportchef, dem Neuhaus‘ Beschwerde offenkundig nicht gefallen hat, „der Verein Borussia Mönchengladbach steht über allem. Wir haben hier ein Leistungsprinzip.“ Verscherzt hat es sich der Mittelfeldspieler nach Bekunden seines Vorgesetzten aber nicht: „Es ist auch das gute Recht eines Spielers, mal enttäuscht zu sein. Für mich ist das kein großes Thema. Es kann aus der Emotion heraus auch mal etwas rausrutschen.“

Groß genug ist das Thema dann aber doch, um Neuhaus zu einem klärenden Gespräch zu bitten. „Wir werden mit Florian Neuhaus in Ruhe reden, wenn er von der Nationalmannschaft zurückkommt“, kündigt Eberl an und stößt damit ins selbe Horn wie unlängst Trainer Adi Hütter.

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