Deutsche im Ausland: So schlagen sich die Serie A-Legionäre

Wie läuft es für die deutschen Profis in den europäischen Topligen? FT nutzt die Länderspielpause, um den Saisonstart der Legionäre zu beleuchten. Heute: Die Deutschen in der italienischen Serie A.

Robin Gosens (m.) hat sich verletzt
Robin Gosens (m.) hat sich verletzt ©Maxppp

Tolgay Arslan (Udinese Calcio)

In allen acht Pflichtspielen durfte Tolgay Arslan bislang für Udinese Calcio ran – soweit, so ordentlich. Aber: Die ersten Ligapartien noch in der Startelf stehend kam der gebürtige Paderborner zuletzt dreimal von der Bank. Das kann sich allerdings auch schnell wieder ändern. Das flache 3-5-2-System von Trainer Luca Gotti sieht drei zentrale Mittelfeldspieler vor – und bietet Arslan damit reichlich Einsatzmöglichkeiten.

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Julian Chabot (Sampdoria Genua)

Mehr als acht Serie A-Minuten gegen Empoli und eine Pokalpartie gegen US Alessandria durfte Julian Chabot (23) noch nicht für Sampdoria Genua bestreiten. Coach Roberto D'Aversa vertraut die Abwehrzentrale bislang seinen Routiniers Maya Yoshida (33) und Omar Colley (28) an. Der ehemalige deutsche U-Nationalspieler, mit seinen Anlagen sicher nicht chancenlos, muss geduldig bleiben und auf seine Chance warten.

Diego Demme (SSC Neapel)

Für den Mittelfeldabräumer startete die neue Spielzeit denkbar schlecht. Im Rahmen der Vorbereitung verletzt sich Demme bei einem Testspiel schwer am Knie. Diagnose: Innenbandriss. Erst Ende September konnte der 29-Jährige sein Comeback für Napoli feiern. Zwei Teilzeit-Einsätze stehen bislang zu Buche.

Robin Gosens (Atalanta Bergamo)

Als deutscher Nationalspieler ist Robin Gosens der bekannteste unter den Italien-Legionären. Bei Atalanta Bergamo war der 27-Jährige auch in dieser Saison gesetzt, stand in bisher acht Pflichtspielen auf dem Platz, siebenmal von Beginn an. Beim Champions League-Spiel gegen Young Boys Bern verletzte er sich dann aber schwer am Oberschenkel. Bis zu zwei Monate wird der dynamische Linksfuß ausfallen.

Koray Günter (Hellas Verona)

Bei Borussia Dortmund wurde der Innenverteidiger einst ausgebildet, mittlerweile spielt er schon seine vierte Saison in der Serie A – seit 2020 im Trikot von Hellas Verona. Bei den Gelb-Blauen zählt Günter in dieser Saison zur festen Größe. In jedem Spiel stand er bislang in der Startelf. Ob sich der 27-Jährige damit für eine Rückkehr in die Bundesliga, seinem erklärten Ziel, empfehlen kann?

Lazar Samardzic (Udinese Calcio)

Bei RB Leipzig kam der 19-Jährige nicht über die Rolle des Reservisten hinaus, weshalb er zu Udinese Calcio floh. Bei den Bianconeri stand Samardzic immerhin in fünf von acht Pflichtspielen auf dem Platz, allerdings nur im Rahmen von Kurzeinsätzen. 58 Spielminuten stehen bislang für den Offensivspieler zu Buche. Dennoch gab es für Samardzic bereits ein erstes Highlight: Bei seinem Debüt erzielte er den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg gegen Spezia Calcio.

Jeremy Toljan (US Sassuolo)

3,5 Millionen Euro zahlte US Sassuolo im Sommer an Borussia Dortmund, um Jeremy Toljan auf permanenter Basis zu verpflichten. Der 27-jährige Rechtsverteidiger begann die laufende Saison so, wie er die vergangene beendet hatte: Als Stammspieler (vier Spiele, viermal 90 Minuten). Die jüngsten drei Ligapartien war Toljan allerdings, ausgebremst von einer nicht näher beschriebenen Verletzung, zum Zuschauen verdammt. Konkurrent Mert Müldür (22) scheint vorbeigezogen zu sein.

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