Neustart für TSG-Flop: Nsoki wechselt zu Union
Stanley Nsoki blickt auf eine durchwachsene Zeit bei der TSG Hoffenheim zurück. Nun bekommt er beim 1. FC Union Berlin die Chance, sich neu zu beweisen.

Das teure Missverständnis zwischen Innenverteidiger Stanley Nsoki und der TSG Hoffenheim endet fürs Erste. Der 26-jährige Franzose schließt sich per Leihe dem 1. FC Union Berlin an und erhält in Köpenick die Chance, seine Fähigkeiten neu unter Beweis zu stellen. Die Eisernen verfügen dem Vernehmen nach zudem über eine Kaufoption.
Union-Sportchef Horst Heldt freut sich: „Stanley bringt nicht nur internationale Erfahrung aus Top-Ligen mit, sondern auch genau die Eigenschaften, die wir bei Union schätzen: Er ist zweikampfstark, fokussiert und variabel einsetzbar. Sobald er seine Verletzung auskuriert hat, wird er unsere Defensive variabler machen.“ Aktuell hat Nsoki noch mit einer Muskelverletzung zu kämpfen.
Einst zwölf Millionen teuer
Vor drei Jahren überwiesen die Sinsheimer noch satte zwölf Millionen Euro für den Innenverteidiger aus der Jugend von Paris St. Germain an den FC Brügge. Besonders im Gedächtnis bleiben Nsokis regelmäßige Patzer, wegen der er sich unter verschiedenen Trainern nie nachhaltig empfehlen konnte. Hinzu kamen zahlreiche kleine Verletzungen, die ihn immer wieder zurückwarfen.
Insgesamt lief der Franzose in drei Jahren 59 Mal für die Hoffenheimer auf. Sein Vertrag in Sinsheim ist noch bis 2027 gültig. Als Nachfolger steht schon Leo Östigard (25) von Stade Rennes bereit, der in der vergangenen Rückrunde bereits leihweise im Kraichgau auflief.
Bei den Eisernen, die in der Regel mit Dreierkette spielen, war die Innenverteidigung nach dem Abgang von Kevin Vogt (33) zum VfL Bochum dünn besetzt: Mit Diogo Leite (26), Leopold Querfeld (21) und Danilho Doekhi (27), der nur noch ein Jahr Vertragslaufzeit und zahlreiche Verehrer hat, stehen neben Nsoki nur noch drei Innenverteidiger mit Bundesliga-Erfahrung im Kader von Union. Hinzu kommt Jugendspieler Oluwaseun Ogbemudia (19), der in diesem Sommer in den Profikader befördert wurde.
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