Streit um Augustin: RB kündigt rechtliche Schritte an

Weil Leeds United in die Premier League aufgestiegen ist, sollte Jean-Kévin Augustin eigentlich dauerhaft bei den Engländern unter Vertrag stehen – und RB Leipzig um 21 Millionen Euro reicher sein. Leeds sieht dies allerdings anders. RB will den Fall nun juristisch klären.

Jean-Kévin Augustin im RB-Trikot
Jean-Kévin Augustin im RB-Trikot ©Maxppp

Seit Januar dieses Jahres war Jean-Kévin Augustin als Leihspieler für Leeds United aktiv. Obwohl der 23-jährige Franzose nur zu drei Kurzeinsätzen kam und weite Teile der Rückrunde nicht im Kader stand, hätte der Premier League-Rückkehrer den Stürmer eigentlich fest unter Vertrag nehmen müssen. Grund ist eine Kaufpflicht, die durch den Aufstieg aktiviert wurde.

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Weil die Saison aber aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen und später fortgesetzt wurde, sicherte Leeds den Aufstieg erst nach Ende des Leihvertrags. LUFC argumentiert daher, dass die Klausel abgelaufen sei. RB Leipzig sieht dies naturgemäß anders und zieht nun vor Gericht.

„Wir sind bereit, weitere Schritte einzuleiten“

„Die Rechtslage ist eindeutig“, sieht sich Leipzigs Kaufmännischer Leiter Florian Scholz gegenüber dem ‚Sportbuzzer‘ im Recht und kündigt an: „Leeds ist momentan dabei, viel Geld auf dem Transfermarkt auszugeben, steht aber nicht zu seinen vertraglichen Verpflichtungen. Wir sind bereit, weitere Schritte einzuleiten.“

Auf dem Spiel stehen stolze 21 Millionen Euro. Die Summe wiegt dabei doppelt schwer, da RB keinerlei Verwendung mehr für Augustin hat und seit geraumer Zeit nach einem Abnehmer fahndet. Gerichte müssen nun entscheiden, ob der Bundesligist diesen längst in Leeds gefunden hat.

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