Schalke 04: Sechser auf der Liste – Draxler-Nachfolger schon gefunden?

Mit vier Punkten aus zwei Spielen startete der FC Schalke 04 zumindest zufriedenstellend in die neue Saison. Derweil beschäftigt Königsblau vor allem die Zukunft von Julian Draxler. Verlässt der Weltmeister noch seinen Heimatverein, hätte S04 bereits Ersatz im Visier.

Horst Heldt hat bis Montag noch einiges zu tun
Horst Heldt hat bis Montag noch einiges zu tun ©Maxppp

Ende der 90er Jahre verzauberten Krassimir Balakov, Fredi Bobic und Giovane Elber als magisches Dreieck beim VfB Stuttgart die Bundesliga. Die Schwaben spielten mit dem virtuosen Trio um das internationale Geschäft. Rund 18 Jahre später konnte der VfB so gerade eben dem Abstieg entrinnen. Einen Löwenanteil daran hatten Daniel Ginczek, Daniel Didavi und Filip Kostic. Die drei Offensivakteure ließen Nostalgiker zumindest heimlich von alten Zeiten träumen.

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Doch nun droht das gerade so liebgewonnene Trio auseinander gerissen zu werden. Denn wie der ‚kicker‘ berichtet, drängt Kostic überraschend auf seinen Abschied aus dem Ländle – trotz Vertrags bis 2019. Der serbische Flügelspieler wolle sich aufgrund finanzieller und sportliche Reize verändern. Dem Fachblatt zufolge ist der dynamische Linksaußen der Schwaben heißer Kandidat beim FC Schalke 04. Dort könnte er womöglich die Nachfolge von Julian Draxler antreten, sollte der Weltmeister noch zu Juventus Turin wechseln.

Rudy Kandidat für die Sechs

Kostic kam vergangenen Sommer für sechs Millionen Euro vom FC Groningen nach Stuttgart. Nach einem halben Jahr Akklimatisierungszeit startete er insbesondere im Endspurt um den Klassenerhalt voll durch. Im Winter hatte die AS Rom gelockt. Zwölf Millionen waren die Italiener bereit, für den 22-Jährigen zu zahlen. Der VfB winkte dankend ab. Ein halbes Jahr später würde den Schwaben wohl ebenfalls eine Ablöse im zweistelligen Millionen-Bereich winken. Und da Kostic selbst seinen Abgang forciert, muss sich Stuttgart wohl damit befassen. Auch der Hamburger SV soll am Serben interessiert sein.

Es ist richtig, dass Gespräche stattgefunden haben. Filip und sein Bruder haben sich dabei uns gegenüber korrekt und sehr respektvoll verhalten“, bestätigt Sportchef Robin Dutt die Wechselgedanken des Linksfußes, schiebt aber nach: „Fakt ist, dass wir Filip nicht abgeben wollen und werden.“

Darüber hinaus hat Schalke einen neuen Mann für die Mittelfeldzentrale im Visier: Sebastian Rudy von der TSG Hoffenheim. Der deutsche Nationalspieler saß zuletzt zweimal in Folge auf der Bank. Pirmin Schwegler, Jonathan Schmid und Eugen Polanski sind im TSG-Zentrum aktuell gesetzt. Der Kontrakt des 25-Jährigen ist noch bis 2017 datiert. Gesprächen zwischen Rudy und ‚Königsblau‘ schoben die Kraichgauer laut dem Fachblatt am heutigen Donnerstag einen Riegel vor. „Vorerst“, heißt es. Startet Rudy auch gegen Aufsteiger Darmstadt 98 kommenden Samstag von der Bank, könnte das Thema aber noch einmal heiß werden.

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