Scouting-Offensive: Barça nimmt Calhanoglu unter die Lupe

Die FIFA hat dem FC Barcelona aufgrund von illegalen Transfers Minderjähriger eine Transfersperre auferlegt. Das hindert die katalanischen Scouts aber nicht daran, interessante Spieler schon jetzt unter die Lupe zu nehmen. Hakan Calhanoglu von Bayer Leverkusen hat es den Barça-Experten besonders angetan.

Hakan Calhanoglu weckt das Interesse europäischer Topklubs
Hakan Calhanoglu weckt das Interesse europäischer Topklubs ©Maxppp

Der Auftritt von Bayer Leverkusen im Hinspiel des Champions League-Achtelfinals war beeindruckend. Mit 1:0 gewann die ‚Werkself‘ hochverdient gegen Vorjahresfinalist Atlético Madrid. Besonders imposant war das hohe und aggressive Pressing, mit dem die Elf von Trainer Roger Schmidt die Madrilenen über 90 Minuten unter Druck setzte. Selbst Einpeitscher und Cojones-Verfechter Diego Simeone musste nach der Partie einräumen, mit den eigenen Waffen geschlagen worden zu sein.

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Als Anführer der schnellen und technisch überragenden Offensivreihe trat Hakan Calhanoglu in Erscheinung, der auch den schön herausgespielten Goldenen Treffer erzielte. Beobachtet wurde seine bärenstarke Leistung laut Informationen der ‚Sport Bild‘ von Scouts des FC Barcelona, der allerdings wegen einer Transfersperre der FIFA bis 2016 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen darf.

Andere Klubs interessieren mich jetzt nicht. Ich konzentriere mich auf Bayer und die Türkei“, kommentiert Calhanoglu die Gerüchte um seine Person. Sein Vertrag in Leverkusen läuft noch bis 2019. Erst im Sommer war der 21-jährige Freistoßspezialist für 14,5 Millionen Euro vom Hamburger SV zu den Rheinländern gewechselt. Insofern besteht aus Sicht des Bundesligisten keine Notwendigkeit, über einen Verkauf des Spielmachers nachzudenken.

Hat ‚Barça‘ überhaupt Bedarf?

Weil die Katalanen im Sommer keine Spieler verpflichten dürfen, versucht Sportdirektor Ariedo Braida derzeit, die Schäfchen frühzeitig ins Trockene zu bringen. Die größte Baustelle ist dabei das Erbe von Welt- und Europameister Xavi, der womöglich schon im Sommer, spätestens 2016 den Hut nehmen wird.

Calhanoglu wäre ein möglicher Kandidat, auch wenn er in Leverkusen im Regelfall deutlich offensiver agiert. Vor allem in der Hinrunde brachte Schmidt den filigranen Rechtsfuß aber auch schonmal in der Mittelfeld-Zentrale. Und was seine Fähigkeiten betrifft, hat Calhanoglu allemal das Potenzial, den Ballverteiler zu mimen. Er müsste sich aber ein wenig umstellen, denn seine angestammte Position als Zehner ist im ‚Barça‘-System nicht vorgesehen.

Zunächst haben die ‚Blaugrana‘ Calhanoglu ohnehin nur beobachtet. Ob konkretes Interesse besteht, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Bis dahin kann sich der Youngster voll und ganz darauf konzentrieren, sportlich weiterhin so zu glänzen wie zuletzt in der Champions League.

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