BVB: Der Haken bei Gray
Auf der Suche nach Neuzugängen beschäftigt sich Borussia Dortmund mit Archie Gray. Doch es gibt einen Haken.
Die Krise bei Tottenham Hotspur spitzt sich immer mehr zu, der Abstieg ist längst kein unrealistisches Szenario mehr. Angesichts der Kaderqualität eigentlich undenkbar. Schon jetzt scharren zahlreiche Klubs mit den Hufen, um bei einem Abstieg die Qualitätsspieler unter Vertrag zu nehmen.
Einer, der sich trotz der Krise ins Schaufenster gestellt hat, ist Archie Gray. Der 19-Jährige war schon unter Thomas Frank gesetzt und ist auch bei Igor Tudor Stammkraft. Das bleibt auch andernorts nicht unbemerkt, das Interesse von Real Madrid, Borussia Dortmund und dem FC Bayern ist längst hinterlegt.
Der neue Nmecha?
Der ‚Bild‘ zufolge gibt es aber zumindest beim BVB einen Haken: Schwarz-Gelb könne sich Gray nur bei einem Abgang von Felix Nmecha leisten. Der 25-Jährige steht auf der Insel hoch im Kurs und könnte Dortmund bis zu 70 Millionen Euro einbringen. Nur bei seinem Verkauf käme die Verpflichtung von Gray in Frage.
Der Engländer dürfte selbst bei einem Abstieg der Spurs nicht günstig werden, schließlich hatten die Londoner Gray vor zwei Jahren für 41 Millionen Euro von Leeds United verpflichtet. Spannend macht den englischen U21-Nationalspieler aber in jedem Fall sein Profil. Noch vor einigen Wochen hatte Gray eher im zentralen Mittelfeld gespielt, mittlerweile setzt Tudor ihn mal auf der rechten, mal auf der linken Schiene ein.
Kommt auch Sancho?
Durch seine Flexibilität könnte Gray sowohl als potenzieller Brandt-Nachfolger in Betracht gezogen werden als auch die Lücke bei einem Nmecha-Verkauf schließen. Neben Gray könnte in Jadon Sancho (25) außerdem ein weiterer Engländer den Weg an die Strobelallee finden. Eine Rückkehr des Flügelspielers wäre aber – anders als bei Gray – wohl auch ohne weitere Verkäufe realisierbar. Sancho darf Manchester United ablösefrei verlassen, müsste sich aber mit größeren Gehaltseinbußen anfreunden.
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