Der Hamburger SV rüstet sich für die zweite Liga. Nach den bereits feststehenden Verkäufen von Luca Waldschmidt (SC Freiburg), André Hahn (FC Augsburg), Christian Mathenia (1. FC Nürnberg) und einigen ablösefreien Abgängen wie Dennis Diekmeier oder Nicolai Müller laufen nun die Verhandlungen um drei weitere Spieler heiß.

Wie das ‚Hamburger Abendblatt‘ berichtet, traf sich am vergangenen Mittwoch Rogerio Braun, Berater des Brasilianers Walace, mit den HSV-Verantwortlichen, um über den Wechsel seines Klienten zu sprechen. Berichte, nach denen der FC Santos den Olympiasieger verpflichten wolle, dementiert die Lokalzeitung. Stattdessen sei Sampdoria Genua in der Favoritenrolle. Den Italienern droht der Abgang von Abräumer Lucas Torreira. Walace könnte den Verlust kompensieren.

Auch der SSC Neapel und der AC Florenz sollen am 23-Jährigen interessiert sein. Die Fiorentina hat laut ‚Hamburger Abendblatt‘ sogar einen weiteren HSV-Akteur auf der Liste. Demnach habe man ein Auge auf Filip Kostic geworden. Mit einem Verkauf des Serben sei jedoch erst nach der WM in Russland zu rechnen. Die Hamburger hoffen, dass der Flügelspieler es dort schafft, seinen Marktwert zu steigern.

Bleibt Jung in der Bundesliga?

Sowohl Walace als auch Kostic sind Verkäufe, die man bei den Rothosen einkalkuliert hat. Anders sieht die Lage bei Gideon Jung aus. Der 23-Jährige war unter Trainer Christian Titz gesetzt und zeigte, dass er die Qualität für die erste Liga besitzt. Das ist offenbar auch dem SC Freiburg und dem FSV Mainz 05 nicht verborgen geblieben. Das Bundesliga-Duo beschäftigt sich laut ‚Bild‘ mit der Verpflichtung des HSV-Talents.

FT-Meinung: Dass Walace und Kostic nicht den Gang in Liga zwei antreten, war mit dem Abstieg des HSV bereits klar. Bei Jung ist ein Wechsel jedoch nicht zwingend vorgesehen. Dass die Rothosen allerdings auch schmerzhafte Abgänge zu beklagen haben werden, war zu erwarten.