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Die unrentabelsten Transfers der Bundesliga von A-Z (Teil 12)

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Einen Transfer zu tätigen ist nicht schwer, einen Volltreffer zu landen dagegen sehr. In der jüngeren Bundesliga-Vergangenheit entpuppte sich so manche Verpflichtung als absoluter Flop. FussballTransfers stellt die unrentabelsten Neuzugänge von A-Z vor. Heute: Die Buchstaben W&X.

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Ottmar Hitzfeld verschätzte sich bei Slawomir Wojciechowski
Ottmar Hitzfeld verschätzte sich bei Slawomir Wojciechowski
©Maxppp

Spieler am Rande der Invalidität, Torjäger ohne Torriecher und Akteure, die gar nicht nach Deutschland wechseln wollten – die Bundesligisten lagen bei so manchem Transfer richtig daneben. In Teil 12 der Serie geht es heute um folgende Spieler:



W wie Wojciechowski: Ein schwer auszusprechender Name und dazu keine Handvoll Bundesliga-Einsätze: Slawomir Wojciechowski ist heute wohl nur noch wenigen Fußballfans in Deutschland ein Begriff. Der Pole wechselte Anfang 2000 für rund 750.000 Euro vom FC Aarau zum FC Bayern München. Dem damaligen Coach Ottmar Hitzfeld war wohl von Beginn an klar, dass vom Mittelfeldspieler keine Wunderdinge zu erwarten sind. „Er ist ein guter Mann, aber kein Leistungsträger“, bremste Hitzfeld jede Euphorie in Bezug auf den Neuzugang.

Dass Wojciechowski am Ende jedoch derart wenig Eindruck hinterließ, sah wohl auch der Erfolgstrainer nicht voraus. Bevor der Linksfuß den deutschen Rekordmeister 2001 wieder verließ, absolvierte er magere drei Bundesligaspiele. Der viermalige polnische Nationalspieler kehrte nach Aarau zurück, von wo er nach nur einem halben Jahr weiter ins polnische Radomsko zog.

Nach dem Abstieg aus der ersten polnischen Liga nahm Wojciechowskis Karriere einen ungewöhnlichen Verlauf. Zunächst fand er keinen neuen Klub, ehe er Anfang 2004 im Alter von 30 Jahren zu seinem Heimatverein Lechia Gdańsk zurückkehrte. Mit dem viertklassigen Klub schaffte er den Aufstieg in die zweite Liga. 2007 führte der Weg des Polen zurück nach Deutschland. Für ein Jahr spielte Wojciechowski beim Landesligisten Viktoria Köln. Nach einer angeblichen Tätlichkeit wurde er im März 2008 zu einer Sperre von zehn Spielen verurteilt und so endete sein zweites Engagement in Deutschland ähnlich unglücklich wie seine Zeit beim FC Bayern.



X wie Xavier: Aufgefallen ist Abel Xavier in der Bundesliga vor allem durch seinen Hang zu außergewöhnlichen Frisuren. Bekannt wurde er in der Fußballwelt zunächst vor allem durch seine tragische Rolle bei der EM 2000. Nach starken Leistungen im Turnier verschuldete er im Halbfinale gegen Frankreich einen Handelfmeter, Zinedine Zidane verwandelte und aufgrund der Golden-Goal-Regel war das Spiel und der Traum vom Triumph für Portugal beendet. Xavier war über den Pfiff derart erzürnt, dass er die Kontrolle verlor. Sein unrühmliches Verhalten brachte ihm eine Sperre der UEFA von neun Monaten ein.

Auf Vereinsebene setzte der Abwehrspieler im Anschluss an die EM seine Welttournee fort. 2003 führte ihn seine neunte Station nach Hannover. In der Rückrunde stand er fünf Mal in der Startelf der Niedersachsen, ein Sieg war ihm dabei nicht vergönnt.

Nach weniger Monaten hatte man beim Bundesligisten genug vom extrovertierten Portugiesen und Xavier packte wieder einmal seine Koffer und zog weiter zum AS Rom. In der italienischen Hauptstadt brachte er es jedoch auch nur auf drei Einsätze und ging zurück nach England. Insgesamt war Xavier in acht verschiedenen Ländern aktiv. Mindestens ein Frisör in Hannover war sicherlich traurig über den schnellen Abschied des 39-Jährigen.



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