Nur fünfmal durfte Bafetimbi Gomis in der aktuellen Saison von Beginn an auflaufen. Top-Torjäger Wilfried Bony war gesetzt im Angriff von Swansea City und so blieb dem Neuzugang aus Frankreich in der Regel nur die Rolle als Edeljoker. Eigentlich müsste Gomis daher innerliche Freudesprünge gemacht haben, als Konkurrent Bony vor zwei Tagen einen Vertrag bei Manchester City unterschrieb. Doch der 29-Jährige hat seine Wechselabsichten ungeachtet dessen nicht ad acta gelegt.

Das Transferfenster ist bis Anfang Februar offen. Bafé bleibt gelassen und konzentriert sich auf seinen Aufgaben bei Swansea. Aber seine Meinung hat sich auch durch den Weggang von Bony nicht geändert. Es will Swansea verlassen“, berichtet eine Quelle aus dem Umfeld des Stürmers gegenüber FussballTransfers. Geht nun alles ganz schnell?

Gomis schwärmt von der Bundesliga

Gomis selbst träumt von einem Wechsel nach Deutschland. Vor einiger Zeit sagte er: „Ich mag die Bundesliga. Diese Liga finde ich gut und ich würde eines Tages gerne für einen großen deutschen Klub spielen. Klar hängt das immer von den Angeboten ab“.

Eine erste Kontaktaufnahme aus Deutschland hat bereits stattgefunden. „Schalke 04 und Borussia Dortmund haben vor einigen Tagen Informationen bezüglich eines Wechsels eingeholt, genau wie Newcastle, Crystal Palace und Arsenal. Es gibt aber noch nichts konkretes“, verrät der Insider.

In den kommenden Tagen will sich Gomis noch einmal mit den Swansea-Bossen an einen Tisch setzen, um über die Möglichkeit eines Transfers zu sprechen. Eine Freigabe ist nur dann realistisch, wenn der Premier League-Klub adäquaten Ersatz findet. Der beim AC Florenz bislang glücklose Mario Gómez ist ein heißer Kandidat.

Passt Gomis ins System?

Sollte Gomis die Freigabe erhalten, wird er sich seinen neuen Arbeitgeber vor allem nach einem Kriterium aussuchen: Wie gut stehen die Chancen auf einen Stammplatz? In Dortmund könnte er diesen erobern, wenn Jürgen Klopp in der Rückrunde wieder auf einen echten Mittelstürmer setzt, der die Bälle halten und verteilen kann. Fraglich bliebe dann, was mittelfristig aus Adrián Ramos und Ciro Immobile wird.

Auf Schalke könnte Gomis neben Klaas-Jan Huntelaar stürmen, sofern Roberto Di Matteo sich auf ein 3-5-2-System als Grundordnung festlegt. Eric Maxim Choupo-Moting fühlt sich auf dem Flügel oder hinter den Spitzen ohnehin wohler. Bis konkrete Pläne geschmiedet werden können, müssen sämtliche Interessenten aber das Treffen zwischen den Swansea-Bossen und Gomis’ Beratern abwarten. Das weiß auch Schalke-Manager Horst Heldt, der gegenüber der ‚Bild‘ sagt: „Das Transferfenster ist bis zum 2. Februar offen – es bleibt spannend, weitere Zugänge und Abgänge sind zumindest nicht ausgeschlossen. Wir sind auf interessante Eventualitäten, die sich für uns auf dem Markt ergeben könnten, vorbereitet.“