Gute zwei Wochen ist es her, da wurde der FC Bayern vom VfL Wolfsburg nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen. Es folgte ein 1:1 gegen den FC Schalke 04 und zumindest in den hiesigen Gazetten war die Krise perfekt. Vor allem in der Abwehr lief nicht alles nach Plan. Fünf Gegentore in zwei Spielen – in der gesamten Vorrunde waren es nur vier.

Gegen Wolfsburg durfte sich zuerst Sebastian Rode, später Mitchell Weiser auf der Position des Rechtsverteidigers versuchen. Beide mit mäßigem Erfolg. Da Rafinha verletzt fehlte und der vielleicht beste Spieler für diese Position, Philipp Lahm, unabhängig von seiner Verletzung im Mittelfeld eingeplant ist, wurde es hinten rechts ein wenig eng.

Rechtsverteidigerproblem in Deutschland

Im Gegensatz zur linken Abwehrseite, wo mit Juan Bernat (21 Jahre) und David Alaba (22) zwei junge Burschen die gegnerischen Mannschaften wohl noch ein paar Jahre aufmischen werden, sollte für Rafinha (29) und Lahm (31) in naher Zukunft eine Ablösung gefunden werden.

Also schauen sich die Bayern-Bosse nach möglichen Alternativen um. Da diese, wie auch der Bundestrainer nach dem Rücktritt von Lahm aus der Nationalmannschaft feststellen muss, in Deutschland aktuell rar gesät sind, geht der Blick auf die Insel. Seamus Coleman vom FC Everton soll nach Angaben der ‚Sunday People‘ im Blickfeld der Münchner stehen.

Auch United auf der Suche

Der 26-Jährige überzeugt seit Jahren mit konstanten Leistungen im Goodison Park und soll so auch das Interesse von Manchester Unitedgeweckt haben. Ein Tausch mit Marouane Fellaini im letzten Sommer scheiterte. Billig dürfte der Ire nicht werden. Erst im vergangenen Jahr unterschrieb Coleman einen Fünfjahresvertrag beim Klub aus Liverpool.

Während die Bayern-Bosse in der Offensive mit Thomas Müller, Thiago, Robert Lewandowski und Mario Götze bereits für die Zeit nach Arjen Robben und Franck Ribery (beide 31) geplant haben, besteht in der Defensive noch Handlungsbedarf. Ein Ire aus Liverpool könnte den Anfang machen.