Nils Petersen und Eljero Elia sind weg, Levin Öztunali ist neu dabei. Noch vor dem offiziellen Start der winterlichen Transferperiode hat der SV Werder Bremen wichtige Personalien unter Dach und Fach gebracht. Durch die Einsparung der Gehälter von Petersen und Elia bleibt Thomas Eichin ein gewisser Spielraum, um im Januar noch an der ein oder anderen Stellschraube zu drehen. „Es gibt immer Spieler, deren Verträge im folgenden Sommer auslaufen, so dass man sie frühzeitig verpflichten könnte“, orakelt der Bremer Sportdirektor im Interview mit ‚bundesliga.de‘.

Mpoku im Umwege nach Bremen?

Ein Kandidat, auf den ein solches Szenario grundsätzlich zutreffen würde, ist Paul-José Mpoku von Standard Lüttich. Allerdings plant der Tabellensechste der Jupiler Pro League einen ganz anderen Deal mit 22-jährigen Flügelflitzer. Wie die Zeitung ‚Het Laatste Nieuwsblad‘ berichtet, wechselt Mpoku in diesem Winter zum katarischen Erstligisten Al-Arabi, um direkt im Anschluss in eine europäische Topliga verliehen zu werden.

Es ist nicht die Absicht, Paul-José nach Katar zu verkaufen, damit er dort Fußball spielt“, bestätigt sein Berater Stijn Francis, „sein Transfer ist einzig eine finanzielle Operation mit der Absicht, beim Wiederverkauf einen Mehrwert zu erzielen. Es ist das Ziel aller beteiligten Parteien, dass der Spieler Einsatzzeiten in einer Liga mit besserer Reputation als der belgischen erhält.“

In fünf Tagen öffnet das Transferfenster. Eichin wird dann in Zusammenarbeit mit Trainer Viktor Skripnik schauen, an welcher Stelle die größte Notwendigkeit besteht. Und weil sich abzeichnet, dass Bryan Ruiz vom FC Fulham eher kein Kandidat mehr ist, könnte das außergewöhnliche Geschäft mit Mpoku, an dem auch der Hamburger SV und Schalke 04 Interesse bekunden, am Ende wirklich zustande kommen.