Spieler am Rande der Invalidität, Torjäger ohne Torriecher und Akteure, die gar nicht nach Deutschland wechseln wollten – die Bundesligisten lagen bei so manchem Transfer richtig daneben. Heute die Buchstaben G und H.

G wie Großmüller: Ein südamerikanischer Mittelfeldspieler mit deutschen Wurzeln: Die Fans des FC Schalke 04 rieben sich im Sommer 2007 die Hände, als der Transfer von Carlos Großmüller bekanntgegeben wurde. 3,5 Millionen Euro nahm der Revierklub in die Hand, um den frischgebackenen uruguayischen Meister unter Vertrag zu nehmen. Voller Überzeugung stattete man den viermaligen Nationalspieler mit einem Kontrakt über vier Jahre aus.

Wenige Monate später trug sich Großmüller erstmals in die Geschichtsbücher der Bundesliga ein – allerdings nicht wie erhofft. Im Dezember gelang es ihm, als erster Spieler eine Rote Karte zu erhalten, ohne auf dem Feld zu stehen. Wegen einer Tätlichkeit bei einer Rangelei gegen Eintracht Frankfurt musste sich Großmüller in die Katakomben zurückziehen. Der teure Neuzugang verlor an Kredit bei Trainer Mirko Slomka und saß in der Folge häufig nur auf der Bank. Am Ende seiner ersten Saison standen nur fünf Einsätze von Beginn an und ein müder Treffer zu Buche.

Auch die neue Saison startete für den heute 31-Jährigen nicht wie gewünscht. Nur in den ersten beiden Spielen durfte Großmüller mitwirken, danach ging es schnurstracks auf die Tribüne. Weil der temperamentvolle Uruguayer im Oktober 2008 dann auch noch das Training schwänzte, folgte die Suspendierung. 14 Mal durfte der Transfer-Flop in der Regionalliga noch sein Können zeigen. Es folgten Leihen in seine Heimat und nach Italien, ehe 2010 der Vertrag vorzeitig aufgelöst wurde. Heute kickt Großmüller bei CA Cerro in Uruguay.

H wie Hashemian: Nicht immer hatte der FC Bayern München ein glückliches Händchen mit Neuverpflichtungen. Vor allem im Sturm war der ein oder andere Flop dabei. Im Sommer 2004 kam Vahid Hashemian für zwei Millionen Euro und mit der Empfehlung von 16 Toren für den VfL Bochum an die Isar. Schnell wurde allerdings klar, dass der ‚Hubschrauber‘ in München nicht landen konnte.

Ich bekam in meinem Jahr einige Chancen, doch ich habe sie leider nicht genutzt. Die Konkurrenz war mit Roy Makaay, Claudio Pizarro, Paolo Guerrero und Roque Santa-Cruz auch sehr hoch. Zumal wir meistens nur mit einem Stürmer gespielt haben“, blickt der Angreifer zurück. Hashemian brachte es am Ende auf neun Liga-Spiele (drei von Beginn), in denen ihm kein Treffer für den FC Bayern gelang. Die Hoffnung auf einen Durchbruch in der nächsten Saison war gering und so musste der iranische Nationalspieler seine Koffer wieder packen und zog zu Hannover 96 weiter.

Es folgte ein zweites Gastspiel in Bochum und ein Engagement in Persepolis, ehe Hashemian wegen anhaltender Rückenprobleme seine Karriere beenden musste. Zuletzt war der 37-Jährige als Trainer bei der Niendorfer TSG aktiv, seit Anfang des Jahres ist er auf Vereinssuche.





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