In diesem Transferfenster endete die schier unendliche Geschichte um Cesc Fàbregas. Der 24-jährige Spanier wechselte für vorerst 34 Millionen Euro zurück zu seinem Herzensverein FC Barcelona. Acht Jahre spielte der Mittelfeldakteur beim FC Arsenal und erzielte in 289 Pflichtspielen 56 Tore. Inklusive Bonuszahlungen könnte die Transfersumme auf bis zu 40 Millionen anwachsen. Zudem sicherte sich Arsenal ein Vorkaufsrecht. Des weiteren verließen die ‚Gunners‘ Gaël Clichy (Manchester City) und Emmanuel Eboué (Galatasaray Istanbul). Zusammen spülen die beiden mehr als zehn Millionen Euro in die Kassen der Londoner.

Der nächste hochkarätige Abgang steht möglicherweise noch bevor. Samir Nasri könnte in den nächsten Tagen zu Manchester City wechseln. Eine Ablösesumme von etwa 26 Millionen Euro steht im Raum. Der 24-jährige Franzose besitzt einen Vertrag bis 2012.

Die laufende Transferperiode wäre somit für Arsenal die letzte Gelegenheit, noch eine saftige Ablöse zu kassieren. Zudem gilt das Verhältnis von Nasri zu Trainer Arsène Wenger ebenso als angespannt wie auch das zu den Arsenal-Fans. Diese hatten ihn beim Ligaspiel am vergangenen Wochenende wüst beschimpft.

Um diesen Aderlass zu kompensieren, sind Neuzugänge erforderlich. Bislang verpflichtete Arsenal den 24-jährigen Rechtsaußen Gervinho von OSC Lille für kolportierte zwölf Millionen Euro. Außerdem stieß der gerade einmal 18-jährige Alex Oxlade-Chamberlain für etwa 14 Millionen Euro zum Team von Trainer Wenger. Die 19-jährigen Carl Jenkinson, Joel Campbell und Emmanuel Frimpong, der aus der eigenen Jugend kam, vervollständigen die Liste der bisherigen Neuverpflichtungen.

Um den Verlust von Fàbregas und möglicherweise auch Nasri abzufangen, sehen sich die Verantwortlichen noch nach weiteren Verstärkungen um. Derzeit wird der Brasilianer Jádson von Shakhtar Donezk mit den ‚Gunners‘ in Verbindung gebracht. Eine Ablösesumme von 14 Millionen Euro steht im raum. Im Juli rankten sich zudem die Gerüchte um Innenverteidiger Phil Jagielka vom FC Everton sowie Juan Manuel Mata vom FC Valencia.

Fazit: Ob Arsenal die Qualität im Kader halten kann, ist fraglich. Die Befürchtung liegt nahe, dass die Londoner in dieser Saison ihren Einsparungen auf dem Transfermarkt sportlich Tribut zollen müssen.