Noch heute schlägt man in Manchester die Hände über dem Kopf zusammen, wenn die Sprache auf Paul Pogba kommt. Der hochtalentierte Franzose, der die letzten Jahre seiner fußballerischen Ausbildung bei den ‚Red Devils‘ durchlief, sorgt inzwischen bei Juventus Turin für Furore.

Die Gründe dafür sind sicherlich unter anderem im selbstbewussten Naturell des 21-Jährigen zu suchen. Aber auch Sir Alex Ferguson kann man nicht freisprechen von Schuld. Denn als es darum ging, Pogba eine Perspektive im Old Trafford aufzuzeigen, ließ der Schotte den Youngster auf der Bank schmoren. Schließlich wechselte der mittlerweile 16-malige Nationalspieler ablösefrei zur ‚Alten Dame‘.

Beim englischen Rekordmeister hat man sich hinter die Ohren geschrieben, dass solch ein Fall nicht noch einmal vorkommen darf. Aus diesem Grund schrillen bei Mittelfeld-Juwel Andreas Pereira die Alarmglocken. Der Vertrag des 18-jährigen Zehners, der beim 4:0-Erfolg am Wochenende gegen Queens Park Rangers erstmals auf der Bank saß, läuft im kommenden Sommer aus. Übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge bastelt United unter Hochdruck an einem neuen Arbeitspapier für den filigranen Rechtsfuß.

Pereira ein Spielmacher mit Stärken im Dribbling

Für Manchester-Coach Louis van Gaal gilt es nun, schnellstmöglich Nägel mit Köpfen zu machen. Denn Pereira ist ein echtes Juwel. Der brasilianische U20-Nationalspieler, der in Belgien geboren ist und auch für die Juniorenteams im Nachbarland spielte, ist auf der Spielmacher-Position zuhause. Typisch für den versierten Rechtsfuß sind schnelle Drehungen mit Ball, um anschließend den überraschenden Pass in die Schnittstelle zu spielen. Was diese Qualität betrifft, erinnert Pereira in vielen Momenten an Mesut Özil in Topform.

Die Gespräche zwischen United und dem Beraterteam des flinken Offensivspielers laufen bereits seit einigen Tagen. Eine Einigung soll sich laut englischen Medien abzeichnen. Einen zweiten Fall Pogba hätte United damit erfolgreich vermieden.