Mangelnde Rückendeckung

Aufgrund der schlechten Punkteausbeute in der Liga (22 Siege in 38 Spielen) wurde die interne Kritik an Zidane im Verlauf der Saison immer stärker. Die oftmals passive Spielweise der Mannschaft gab Florentino Pérez zu denken. Als Zizou am letzten Spieltag gegen den FC Villarreal (2:2) dann auf einmal seinen Sohn Luca ins Tor stellte, verstand der Präsident die Welt nicht mehr. Spätestens nach einem schwachen Saisonstart hätte Zidanes Stuhl bei Real deutlich gewackelt. Diese mögliche Entwicklung wollte der Erfolgstrainer gar nicht erst abwarten.

Höhepunkt erreicht

Denn Zidane bevorzugte es schon immer, den Zeitpunkt zur Trennung selbst zu bestimmen. Auch als Spieler beendete er sein Engagement bei den Königlichen ein Jahr vor Ablauf des Vertrags. Zudem spürte der 45-Jährige, dass die aktuelle Real-Elf ihren Zenit langsam aber sicher überschritten hat. Schon in der abgelaufenen Saison war über weite Phasen die Luft raus. Das Kunststück, auch junge Talente in das Starensemble einzubauen, gelang Zidane nicht. Der Franzose setzte lieber auf die erfahrenen Akteure im Kader. Ein Weg, den man nicht ewig weitergehen kann.

Unterschiedliche Wünsche

Präsident Pérez erkannte das und hätte gerne schon im vergangenen Sommer oder spätestens im Winter auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Zidane aber wehrte sich dagegen. Laut der ‚Sun‘ forderte der Coach dagegen für die Spielzeit 2018/19 die Verpflichtung von Eden Hazard. Diesem Wunsch wollte Pérez nicht nachkommen. Das Vereinsoberhaupt bemühte sich stattdessen erneut um Torhüter David de Gea. Zidane aber wollte weiterhin Keylor Navas das Vertrauen schenken.

Fazit

Es gab mehrere Gründe für Zidane, seine Ära bei Real Madrid in diesem Sommer enden zu lassen. Laut ‚Sport Bild‘ winkt nun der Job als Trainer der französischen Nationalmannschaft. Auch zu den Königlichen wird der Publikumsliebling wohl jederzeit zurückkehren können, sobald die Stelle als Chefcoach mal wieder frei ist. Aussichten also, mit denen man seinen Job durchaus kündigen kann.