Mit der Begründung, in der kommenden Saison international spielen zu wollen, verabschiedete sich Max Kruse nach drei Jahren vom SV Werder Bremen. Die Entscheidung für Fenerbahce löste bei vielen großes Kopfschütteln aus. Der Hauptstadtklub ist durch einen sechsten Platz in der abgelaufenen Saison nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert.

Dass es dem 31-Jährigen bei dem Wechsel nur ums Geld gegangen sei, weist er im Interview mit dem ‚kicker‘ entschieden zurück. „Wenn es nur darum gegangen wäre, dann wäre ich jetzt im Reich der Mitte. Bremen zu verlassen war keine Entscheidung gegen Werder, sondern eine Entscheidung für mich selbst“, versichert der langjährige Bundesligaprofi.

Wie FT vor rund zwei Wochen exklusiv berichtete, lag Kruse ein Angebot des chinesischen Klubs Beijing Sinobo Guoan vor. Dort hätte der Linksfuß zwölf Millionen Euro Jahresgehalt einstreichen können. Mit dem erstmaligen Wechsel ins Ausland möchte Kruse nun seinen Horizont erweitern.

Zudem verteidigt der Angreifer die Entscheidung, in der kommenden Saison nicht international zu spielen: „Was viele Leute denken, ist mir relativ egal. Ich hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, mich für ein Team zu entscheiden, das kommende Saison europäisch spielt. Für mich muss aber mehr stimmen als nur die Gegenwart.“ Kruse ist sich sicher, in Zukunft mit Fenerbahce wieder aufs internationale Parkett zurückzukehren.