FT-Kurve Premier League

Greenwood spuckt Gegner an | Schweigeminute für Jota gestört

Bei einem Freundschaftsspiel brennen Mason Greenwood die Sicherungen durch, während sich einige Crystal Palace-Fans von ihrer schlimmsten Seite zeigen. FT mit der Presseschau zum Wochenstart.

von Luca Hansen
2 min.
PS mit Greenwood und Van Dijk @Maxppp

Auf den Spuren von Frank Rijkaard

In England ist Mason Greenwood nach den Vorwürfen der häuslichen Gewalt gegen seine Freundin zur Persona non grata geworden. Manchester United wollte ihn trotz des unbestritten großen Talents möglichst schnell loswerden und auch die englische Nationalmannschaft hat Angst, sich die Finger zu verbrennen, weswegen Greenwood bald für Jamaika spielen will. Seine neue sportliche Heimat hat der Offensivspieler bei Olympique Marseille gefunden, doch auch an der Mittelmeerküste hat Greenwood Unmut auf sich gezogen.

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In einem Freundschaftsspiel gegen Aston Villa am Samstagabend sorgte der 23-Jährige für einen Eklat, indem er laut der ‚Sun‘ nach einem Zweikampf dem Ex-Hamburger Amadou Onana (23) ins Gesicht spuckte. Eine Rudelbildung war unvermeidlich. Konsequenzen muss Greenwood wohl dennoch nicht befürchten, da die UEFA keine Entscheidungsgewalt über Freundschaftsspiele besitzt. Auch die beiden Trainer Roberto de Zerbi und Unai Emery bekamen sich in die Haare. Der Italiener kommentierte dies nur lapidar: „Die Fans hätten an den Strand gehen können, aber sie kamen ins Stade Vélodrome.“

Kein Anstand

Vor gut einem Monat kam Diogo Jota mit nur 28 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder André Silva bei einem Autounfall viel zu früh ums Leben. Der Tod erschütterte die gesamte Fußballwelt und insbesondere den FC Liverpool, bei dem Jota nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch geschätzt wurde. Um die Brüder zu ehren, gab es vor dem gestrigen Community Shield-Finale gegen Crystal Palace (4:5 n.E.) eine Schweigeminute, die allerdings gestört wurde.

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Während der Schweigeminute fielen einige Fans der Eagles mit Rufen und Gesängen auf. Zwar forderten andere Palace-Anhänger die Störer noch zur Ruhe auf, jedoch konnten sie nicht mehr verhindern, dass die Liverpool-Sympathisanten ihre Wut auf die Palace-Fans entluden. Dem Schiedsrichter blieb nicht anderes übrig, als die Schweigeminute vorzeitig abzubrechen. Liverpool-Kapitän Virgil van Dijk (34) appellierte gegenüber der ‚Sun‘ an den Anstand der Fans: „Ich bin enttäuscht. Wenn die heute nach Hause fahren und glücklich sein können.“

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