Guardiolas van Dijk: Dias mit City auf Rekordjagd

Seit fünf Premier League-Spielen ist Manchester City ohne Gegentor. Sollten die Skyblues am heutigen Mittwochabend ebenfalls eine weiße Weste behalten, hätte man einen Vereinsbestwert eingestellt. In der Hauptrolle als Rekordjäger: Sommerneuzugang Rúben Dias.

Rúben Dias ist Lenker der Defensive
Rúben Dias ist Lenker der Defensive ©Maxppp

Mannschaften von Pep Guardiola sind in der Regel für ihr Offensivspiel bekannt. Mit schnellen und präzisen Pass-Stafetten will der Katalane den Gegner einschnüren, mit erdrückendem Ballbesitz-Fußball keine Luft zum Atmen lassen. Das Resultat sind in der Regel tolle Spielzüge und zahlreiche Tore.

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In der aktuellen Spielzeit ist aber ausgerechnet die Defensive das Prunkstück von Guardiolas Manchester City. Sollten die Skyblues am heutigen Mittwochabend gegen den FC Burnley (19:00 Uhr) ohne Gegentor bleiben, wäre es das sechste Premier League-Spiel in Folge mit einer weißen Weste – Vereinsrekord eingestellt.

Dias zur Rettung

Dass es dazu kommen könnte, hätte zu Saisonbeginn wohl kaum ein Experte prognostiziert. City war defensiv wackelig in die Hinserie gestartet, den Tiefpunkt setzte es bereits am dritten Spieltag gegen Leicester City, als man sich gleich fünf Gegentore fing. Dass es nun für die Mannschaft von Guardiola so viel besser läuft, lässt sich fast komplett an einer einzigen Personalie festmachen: Rúben Dias.

68 Millionen Euro zahlten die Skyblues Ende September für den Innenverteidiger von Benfica Lissabon. Vier Tage später stand Dias bereits in der Startelf und ist seitdem Herzstück der City-Defensive. In der Premier League hat der Portugiese seither keine Partie mehr verpasst, nur einmal stand er nicht über 90 Minuten auf dem Platz.

Unverzichtbar für Guardiola

Dias‘ Einfluss auf die Abwehrleistung des Teams ist so groß, dass er in englischen Medien bereits mit Virgil van Dijk verglichen wird, der nach seiner Ankunft beim FC Liverpool die Abwehr der Reds komplett transformierte. Dass dieser Vergleich durchaus angebracht ist, zeigt die Statistik: Steht Dias in der Startelf, bleibt City in rund 70 Prozent der Fälle ohne Gegentor. Insgesamt hat der Klub seit der Ankunft des 23-Jährigen in der Premier League nur sieben Tore zugelassen – mit Abstand Liga-Bestwert.

Auch Guardiola schwärmt deshalb von seinem neuen Lieblingsverteidiger in höchsten Tönen. „Jeder seiner Schritte, sei es nun zu Hause oder auf dem Feld – Ernährung, Schlafrhythmus, Erholung, Vorbereitung – alles dient dem Ziel, in einem Fußballspiel über 90 Minuten perfekt zu sein“, so der Coach jüngst auf einer Pressekonferenz, „es liegt nun an ihm, das beizubehalten und hoffentlich können wir ihm dabei helfen. Wir sind mehr als zufrieden.“

Und weiter: „Er ist nicht nur ein Spieler, der gut spielt, sondern jemand, der die anderen Spieler besser macht. Über 90 Minuten redet er, kommuniziert, gibt Anweisungen und das in jeder Aktion.“ Das macht Dias unverzichtbar, wie Guardiola offen zugibt: „Es ist schwierig, ihn so aus der Startelf zu nehmen.“ Und so darf Dias wohl auch heute Abend gegen Burnley auf Rekordjagd gehen.

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