FT-Kurve La Liga

La Liga-Boss greift Barça-Urteil an | Bayern in Trümmern

Während La Liga-Boss Javier Tebas in der Streitsache der Spielberechtigungen von Dani Olmo und Pau Víctor den Kampf gegen den FC Barcelona nicht aufgibt, ist die italienische Presse nicht sicher, ob Inter Mailand den FC Bayern fürchten soll oder nicht. Die FT-Presseschau zum Wochenende.

von Martin Schmitz
2 min.
Die FT-Presseschau am 06.04.2025 @Maxppp

Gefährliches Terrain

Die Saga um die Registrierung von Dani Olmo (26) und Pau Víctor (23) scheint nicht ende zu wollen. Nachdem La Liga Ungereimtheiten in der Bilanz des FC Barcelona offengelegt hatte und beiden Spielern die Spielberechtigung erneut entziehen wollte, entschied der Oberste Sportrat Spaniens (CSD), dass dies nicht möglich ist. In einem Post in seinen sozialen Netzwerken nahm La Liga-Boss Javier Tebas am gestrigen Samstagnachmittag dazu Stellung: „Nachdem ich mehrere Stunden lang in Ruhe die Entscheidung des CSD analysiert habe, möchte ich meine völlige Ablehnung des im Fall der Lizenzen des FC Barcelona angewandten Kriteriums zum Ausdruck bringen. Die Entscheidung, die Vereinbarung der Überwachungskommission aufzuheben, erscheint mir rechtlich unverhältnismäßig und übermäßig formalistisch. Und das sage ich als Jurist.“

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Der Rechtsanwalt mahnt die immer neuen kreativen Auswege der Katalanen aus den Finanzproblemen an und sieht dadurch die Integrität des spanischen Fußballs massiv gefährdet: „Wir betreten gefährliches Terrain. LaLiga hat die vorherige Genehmigung gemäß den automatisierten Verfahren verweigert, die seit vielen Saisons angewendet werden und vom CSD selbst offiziell anerkannt sind. Diese Entscheidung wurde von der zuständigen Stelle getroffen, von niemandem angefochten und ist meiner Meinung nach weiterhin voll gültig. Wir haben es hier mit einem klaren Fall von übertriebenem Formalismus zu tun, […] um eine Intervention zu rechtfertigen, die, ehrlich gesagt, eher politisch als rechtlich zu sein scheint.“

Unglück größten Ausmaßes

In der Champions League empfängt der FC Bayern im Viertelfinal-Hinspiel am Dienstagabend (21 Uhr) Inter Mailand. Nach der Auslosung galten die Münchner gegen die Nerazzurri noch als klaren Favorit. Mit jeder weiteren Woche und jeder weiteren Verletzung eines FCB-Stammspielers verschob sich jedoch das Kräfteverhältnis immer weiter zugunsten des Gegners, wie der ‚Corriere dello Sport‘ anmerkt. Unter dem Titel „Bayern in Trümmern“ skizziert die italienische Sportzeitung die aktuelle Verletztenlage des deutschen Rekordmeisters: „Gegen Inter Mailand […] wird Bayern nicht einmal Jamal Musiala haben. Die Nichtverfügbarkeit des deutschen Jokers kommt zu der des Kapitäns Neuer, der Verteidiger Davies, Upamecano und Hiroki Ito, des Mittelfeldspielers Pavlovic und des Außenstürmers Coman hinzu. Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es Unsicherheit über die Genesung von Goretzka […]. Für Bayern ist es ein Unglück größten Ausmaßes.“

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Dennoch sollte sich Inter vor den Duellen nicht zu sehr in Sicherheit wiegen, wie die ‚Gazzetta dello Sport‘ nach dem schwachen Spiel gegen Parma Calcio (2:2) am gestrigen Samstag betont: „Jetzt macht Bayern wieder Bange (trotz Ersatzspielern).“ Dem italienischen Tabellenführer geht im Schlussspurt der Saison merklich die Luft aus. Die Topleistungen der Vormonate kann Inter nicht mehr abrufen, dazu stehen auch Mailand nicht alle Spieler zur Verfügung. „Inter muss gehörig aufpassen, dass die Saison nicht auf den letzten Metern entgleitet.“

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